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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Monstadt äußert sich mit Unverständnis zur Atommüllendlagerfrage

Argumentation der Kommunalpolitiker in Ludwigslust sei kurzsichtig und undurchdacht

Mit Unverständnis hat der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt auf den Beschluss des Kreistages Ludwigslust zur Prüfung weiterer Standorte als Endlager für radioaktive Abfälle reagiert.

„Die Argumentation der Kommunalpolitiker in Ludwigslust ist kurzsichtig und undurchdacht. Es dürfte den Kommunalpolitikern vor Ort bekannt sein, dass in die Prüfung weiterer Standorte auch die Region Westmecklenburg einbezogen werden würde. Denkbar wäre, dass die Salzvorkommen in Kraack bei Rastow für eine Endlagererkundung in Betracht gezogen würden“, sagte Monstadt.

„Der vor zehn Jahren auf Betreiben der damaligen rot-grünen Bundesregierung verhängte Erkundungsstopp für Gorleben hat bisher mindestens 250 Millionen Euro gekostet. Jedes Jahr wurden circa 20 bis 25 Millionen Euro dafür aufgewendet, dass Gorleben von Fachleuten verwaltet wird. Umso mehr überrascht mich die Kritik des Abgeordneten Hackers, der als langjähriges Mitglied des Deutschen Bundestages eine Mitverantwortung für diese Verschwendung auch von Steuergeldern trägt. Unabhängig davon, wie man zur derzeitigen und zukünftigen Nutzung der Kernenergie steht, muss berücksichtigt werden, dass der durch den Betrieb der Kernkraftwerke in den letzten 40 Jahren bereits entstandene Abfall existiert und sicher entsorgt werden muss. Vor diesen Tatsachen kann auch die Opposition nicht die Augen verschließen“, erklärte der CDU-Politiker in Berlin.

Monstadt bekräftigte anschließend, dass eine endgültige Bewertung erst nach Abschluss der weiteren Erkundung in Gorleben möglich sein werde.


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