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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Ministerin Drese zum Kindertag

Familienbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung (mit Kommentar)

Sozialministerin Stefanie Drese spricht sich anlässlich des Internationalen Kindertages für eine kinderfreundlichere Gesellschaft aus. Bei allem staatlichen Handeln müsse das Wohl des Kindes berücksichtigt werden. „Es geht aber auch um ganz praktische Dinge, wie genügend Bolz- und Spielplätze oder gute Freizeit-, Urlaubs- und Kulturangebote, die allen Kindern unabhängig von ihrer familiären Situation offenstehen“, sagte Drese.

Die Politik muss nach Ansicht der Ministerin den Grundstein für gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen für alle Kinder legen. Dabei gewinnt die Familienbildung zunehmend an Bedeutung, so Drese. „Viele Eltern stoßen immer wieder an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Sie haben einen Bedarf an Informationen und Orientierung, um soziale Kompetenzen sowie Bildung, an ihre Kinder vermitteln zu können.“ Drese: „Das Land stellt deshalb 500.000 Euro jährlich zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie zur Verfügung.“

Von elementarer Bedeutung für gleiche Entwicklungschancen ist für Ministerin Drese zudem der quantitative und qualitative Ausbau der Kindertagesförderung. „Mit unseren weit überdurchschnittlichen Betreuungsquoten in Krippen, Kindertagesstätten und Tagespflegepersonen und unserer sehr guten frühkindlichen Förderung leisten wir einen großen Beitrag dazu“, so Drese. Mit den erheblich gestiegenen Bundesmitteln etwa für die Programme Sprachkitas und KitaPlus könnten nun darüber hinaus gezielt wichtige Förderangebote ausgebaut werden. Drese: „Und mit der Zusage des Bundes, sich grundlegend und dauerhaft an der Finanzierung des Systems der Kindertagesbetreuung zu beteiligen, kommen wir auch unserem Ziel, alle Eltern von den Kita-Beiträgen zu befreien, ein erhebliches Stück näher.“

Pressemitteilung / Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung M-V

Anmerkung: Kinder an die Macht?

Eigentlich sollten Kinder ja unsere Zukunft sein, sind diese doch Hoffnungsträger für die Welt von morgen. Doch: Wie erfolgt heute der Umgang mit unseren Kindern? Wie werden diesen Werte vermittelt? Wie ist es um die Bildungsmöglichkeiten dieser wirklich bestellt? Wie ist die soziale Lage?

Es werden ständig neue Förder-Programme – zumeist in bürokratisierter Form – aufgelegt, die oftmals „haargenau“ an den realen Bedürfnissen vorbei gehen. Es werden ständig neue Erziehungs-, Kita- und Schul-Modelle ausprobiert, die die Lage nicht verbessern, sondern verschlimmbessern. „Inklusion“, sofortige Integration von Migranten-Kindern ohne hinreichende Sprachkenntnisse, neue Lehrstoffe – das alles hört sich zunächst gut an, aber wie so oft gilt auch hier: „Das Gegenteil von gut ist nicht schlecht, sondern gut gemeint!“.

Können die Erzieherinnen/Erzieher bzw. Pädagoginnen/Pädagogen im Alltag die unterschiedlichsten Bedürfnisse der einzelnen Kinder – aufgrund gesundheitlicher Handicaps, Sprachbarrieren, besonderer Begabungen der verschiedenen Kinder – meistern? Nein, das können sie natürlich nicht.

Eine große Anzahl von Kindern lebt zudem in sozial schwierigen Verhältnissen! Warum wohl? Ein prekärer Mindestlohn und befristete Teilzeit-Arbeitsverträge führen dazu, dass deren Eltern geringe Löhne erhalten, die gerade zum Überleben reichen…

Geht es „uns“ gut. „Uns“ sicher nicht!

Dr. Marko Michels

 


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