Minister Tesch: Standortentwicklungskonzept der Landesregierung trägt!

„Mit dem Standortentwicklungskonzept können gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden:Es ist ein Konzept zur archäologischen Sicherung, der wissenschaftlichen Aufarbeitung und der musealen Präsentation von Kulturgütern in unserem Land. Es sieht sowohl Depots als auch Werkstätten und Ausstellungsmöglichkeiten am Standort Stellingstraße vor und wird damit zu einem optimal vernetzten und repräsentativen Campus, der eine Lösung für das Staatliche Museum Schwerin mit einbezieht“, so Minister Henry Tesch vor dem Hintergrund der laufenden Haushaltsverhandlungen.

Für das Staatliche Museum ist Folgendes vorgesehen:

Eine interministerielle Arbeitsgruppe, die im März 2008 aus Vertretern des Kultusministeriums, der Staatskanzlei, des Finanzministeriums und des Bauministeriums gebildet wurde, ist bei ihren Recherchen zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Zweckbau nach ursprünglichen Plänen aus baulich-ästhetischer Sicht sowie aus Kostengründen (Folgekosten) nicht zu einer befriedigenden Lösung führt.

Das Konzept sieht nun vor, die Flächen im Untergeschoss des Staatlichen Museums, die derzeit als Depot genutzt werden, für zusätzliche Ausstellungsflächen und Gästebewirtung zu sanieren und zu erweitern. Das Depot sowie Werkstätten werden in die Stellingstraße überführt.

Für diesen Vorschlag der Arbeitsgruppe, die ihre Arbeitsergebnisse Ende vergangenen Jahres vorgelegte, hat sich die Landesregierung mit Blick auf die beginnenden Haushaltsverhandlungen für 2010/11 entschieden. Seitdem steht die ursprüngliche Variante eines Zweckbaus nicht mehr zur Diskussion.

Das neue Konzept für das Staatliche Museum wurde bei den nun laufenden Haushaltsverhandlungen als so überzeugend angesehen, dass das Gesamtvolumen von rund 8,9 Millionen in zwei Tranchen geplant werden wird. Zum einen mit rund 6 Millionen € für die notwendigen Depot- und Werkstattbereiche in Verbindung mit dem LAKD und zum anderen für die danach geplante – zeitlich aber noch nicht in den Haushalt einzuordnende – Herrichtung des Untergeschosses des Galeriegebäudes für weitere Ausstellungsflächen und Infrastrukturmaßnahmen (z.B. eine LKW-Schleuse für die Lieferung und den Versand von Kunstgegenständen) im Umfang von rund 2,5 bis 3 Millionen €.

Diese Entscheidung ist auch vor dem Hintergrund der Bewerbung des Schlossensembles um die Aufnahme in das Weltkulturerbe zu sehen. Der ursprünglich geplante Zweckbau wäre ein empfindlicher Eingriff in das bauliche Ensemble rund um das Schweriner Schloss.