Das für alle Urlauber sicherlich erfreuliche hochsommerliche Wetter hat leider auch eine gestiegene Waldbrandgefahr zur Folge. Aus diesem Grund erinnere ich alle Einheimischen und Gäste Mecklenburg-Vorpommerns an die unbedingt einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen“, so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus. Dazu zählen:
* Rauchen im Wald und in der Feldflur ist zu unterlassen.
* Im und am Wald (Mindestabstand 50 Meter) darf kein Feuer, auch kein Grillfeuer, entzündet werden.
* Glimmende Zigaretten sollen nicht aus dem Auto geworfen werden.
* Um den Lösch- und Rettungskräften die Zufahrt zu ermöglichen, ist das Parken von Fahrzeugen auf den Waldzufahrten zu unterlassen.
* Alle bemerkten Brände bitte unverzüglich der Feuerwehr über den Notruf 112 melden.

Gegenwärtig besteht in Teilen der Landkreise Ludwigslust, Mecklenburg-Strelitz und Müritz hohe Waldbrandgefahr (Waldbrandwarnstufe 3). In den Landkreisen Bad Doberan, Nordvorpommern, Rügen und Teilen Ostvorpommerns sowie in den Hansestädten Rostock, Stralsund und Greifswald gilt die Waldbrandwarnstufe 1. Erhöhte Waldbrandgefahr (Stufe 2) herrscht in den übrigen Landesteilen. Weitere Informationen zur Waldbrandgefahr in Mecklenburg-Vorpommern sind tagaktuell im Internet unter www.wald-mv.de veröffentlicht.

Bis zum 27. Juli 2008 kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu 27 Waldbränden, von denen 18,47 Hektar Fläche betroffen waren. Auch die in vollem Gange befindliche Ernte ist von der steigenden Brandgefahr betroffen. Der Minister appelliert eindringlich an die Landwirte, bei der Getreideernte spezielle Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes einzuhalten und nannte folgende Beispiele: „Auf den Erntefahrzeugen und Zugmaschinen sollen Feuerlöscher mitgeführt werden. Bei einem Einsatz von mehr als zwei Mähdreschern oder Heu- bzw. Strohbergungsmaschinen auf einer Erntefläche sollte ein Wundstreifen angelegt werden und eine Mindestlöschwassermenge von 3.000 Litern vor Ort einsatzbereit sein.“

Darüber hinaus bittet der Minister um das Verständnis der Bevölkerung für die auf Hochtouren laufende Erntetätigkeit, in deren Folge zahlreiche landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs sind.