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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Minister Dr. Backhaus empfiehlt Verzicht auf Böller zum Jahreswechsel

Stress für Haus- und Wildtiere vermeiden
„Auch im Sinne der Umwelt ist es besser, auf die lauten Böller und leuchtenden Raketen zum Jahreswechsel zu verzichten“, wendet sich der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus an die Bürgerinnen und Bürger. Jedes Jahr werden etwa 12.000 Tonnen Feuerwerkskörper für rund 100 Millionen Euro in die Luft gejagt. Der kurze Leuchtspaß ist gespickt mit brennbaren Stoffen, Abbrandreglern, Klebstoffen, Quellmitteln, Kunst- und Schaumstoffen. An Silvester werden jährlich beispielsweise etwa 8.000 Tonnen Metalloxide, Salze, unverbrannte Bestandteile und anderer Staub in die Luft gepustet. Dazu kommen ca. 200 Tonnen Kohlenmonoxid, 1.900 Tonnen Schwefeldioxid sowie 1.500 Tonnen Kohlendioxid, Stickoxide und weitere unbekannte Verbindungen.

„Umweltfreundliche Silvesterböller gibt es leider nicht – so kann man, wenn man nicht vollends auf das Knallen verzichten möchte, zumindest aber ein paar Raketen weniger zünden. Das bunte Treiben wird sicherlich nicht darunter leiden und den Geldbeutel schont es allemal“, so Minister Dr. Backhaus.

Besonders für Tiere bedeutet das laute Neujahrsspektakel enormen Stress. Daher sollten Haustiere in einem möglichst ruhigen und dunklen Zimmer geschützt unter gebracht werden. Die Anwesenheit der Tierhalter bei ihren Schützlingen ist angebracht. „Auch für die heimische Fauna ist Silvester kein Zuckerschlecken: Lärm und Leuchtraketen machen den Wildtieren Angst – sie werden unruhig, fliehen“, macht Minister Dr. Backhaus aufmerksam. Gerade in der kalten Jahreszeit könne eine Flucht mit ihrem hohen Verbrauch lebenswichtiger Energie den Tod bedeuten. „Achten Sie also darauf, das Böllern auf Mitternacht zu beschränken und den Wildtieren einen ungestörten Rückzugsbereich zu gewährleisten“, ruft der Minister die Bürgerinnen und Bürger auf. Das Knallen in der Nähe von Wäldern und Feldern sowie in Stadtparks sollte vermieden werden.

Im Hinblick auf die dem Jahreswechsel folgende Entsorgung der Weihnachtsbäume macht der Minister auf deren sinnvolle Weiterverwendung aufmerksam. So könnten die Bäume beispielsweise kompostiert oder als Gartenabdeckung nützlich und umweltverträglich eingesetzt werden.


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