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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Minister Backhaus eröffnet BUGA-Klimawald in Neuhof

Mit einer öffentlichen Pflanzaktion wurde heute in Neuhof bei Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust) der BUGA-Klimawald eröffnet. Es ist der mittlerweile sechste Klimawald, der im Rahmen des Projektes Waldaktie aufgeforstet wird. Gleichzeitig wurden seit Ende 2007 bislang mehr als 6.000 Waldaktien verkauft.

„Nach nicht einmal anderthalb Jahren Laufzeit sind das sehr beeindruckende Zahlen“, freut sich der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus. „Der BUGA-Klimawald ist natürlich ein ganz besonderer! Wir möchten den Besuchern der Schweriner Bundesgartenschau die Möglichkeit geben, sich aktiv in den Klimaschutz einzubringen. Kohlendioxidbindung durch wachsendes Holz, diese Art des Klimaschutzes passt sehr gut zu einer Gartenschau. Gleichzeitig wird dieser Wald als lebendiges Denkmal noch über viele Generationen an die wohl beste Bundesgartenschau in Deutschlands schönster Landeshauptstadt erinnern“, so der Minister.

Bei der Pflanzaktion werden die Waldaktionäre selbst Hand anlegen. Auch das Waldstück des BUGA-Schirmherren Bundespräsident Horst Köhler wird vor Ort angelegt. Er hatte sich das Projekt am 31. März 2009 in Berlin persönlich vorstellen lassen und aus diesem Anlass eine Waldaktie erhalten.

Erfreut zeigt sich Minister Backhaus auch über das Engagement des LANDURLAUB Mecklenburg-Vorpommern e.V., der sich im März für den Erwerb von 35 Waldaktien entschied. „Es gibt in der heutigen Zeit wenige Aktien, die sich nicht nur gleichbleibender, sondern auch stetig steigender Wertschätzung ihrer Käufer sicher sein können. Umso mehr freut es mich, dass der Landurlaub e.V. mit seinen Mitgliedern in vorbildlicher Weise nicht nur die touristische Erschließung der ländlichen Räume unseres Landes vorantreibt, sondern sich auch aktiv für den Klimaschutz einsetzt“, hob Minister Backhaus hervor.

Hintergrundinformationen:

Das durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, den Tourismusverband M-V und die Landesforstanstalt getragene Projekt Waldaktie wurde entwickelt, um die Kohlendioxidmengen , die durch den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern freigesetzt werden, durch wachsendes Holz wieder zu binden. Eine durch das Ministerium in Auftrag gegebene Studie ergab, dass eine vierköpfige Familie, die einen 14-tägigen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verbringt, etwa 850 Kilogramm Kohlendioxid freisetzt. Diese Menge kann durch Aufforstung einer zehn Quadratmeter großen Fläche wieder gebunden werden. Diese Aufforstung verursacht Kosten von etwa zehn Euro, dem Preis einer Waldaktie.

Die so entstehenden Klimawälder binden nicht nur Kohlendioxid, sondern haben auch positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Biodiversität und andere umweltrelevante Parameter. Darüber hinaus verdeutlicht das Projekt die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Landschaftsnutzung. Seit dem Start Ende November 2007 wurde die Waldaktie mehrfach ausgezeichnet:

– September 2008: offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung
– November 2008: Nominierung für den Tourismuspreis des Deutschen Tourismusverbandes 2008
– Februar 2009: „Anerkannter Ort 2009“, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehenden Standortoffensive „Deutschland – Land der Ideen“

Die Waldaktie etabliert sich immer mehr als eine einfache und gut nachvollziehbare Möglichkeit, ökologische Leistungen auch in geldwerten Einheiten auszudrücken. Neben Privatpersonen engagieren sich auch Firmen finanziell an diesem Projekt. Mittlerweile wird der Ansatz an verschiedenen Stellen in Deutschland übernommen. Auch deuten sich internationale Kooperationen über die Gesellschaft für Technologische Zusammenarbeit (GTZ) an.


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