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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

MeLa zum 25.Mal

Tierschutz und Tierhaltung werden diskutiert…


Die Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung, die landesweit unter dem Kürzel MeLa bekannt ist, wird in diesem Jahr zum 25. Mal am Standort Mühlengeez, Landkreis Rostock, vom 10. Bis 13. September durchgeführt.

„Die MeLa ist eine Erfolgsgeschichte und ist mittlerweile die größte Landwirtschaftsmesse in Norddeutschland. Anfangs hatten wir 200 Aussteller und rund 15.000 Besucher. Heute sind es über 1.000 Aussteller und über 70.000 Besucher. Die MeLa ist die größte Tierschau im norddeutschen Raum und ein Erlebnis sowohl für die ganze Familie als auch dem Fachpublikum. Hier kann nicht nur Jedermann die Landwirtschaft hautnah erleben und sich über neue Trends im Gartenbau informieren, hier werden auch wichtige agrarpolitische Themen diskutiert.

Dieses Jahr ist das für mich ganz klar das große Thema Tierhaltung. Hier drückt der Schuh gewaltig, daher bin ich schon froh, dass die Ernte dieses Jahr besser ist als erwartet und wir im Gegensatz zu anderen Bundesländern noch richtig gute Erträge einfahren konnten“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute in Malchow, Landkreis Rostock.

Die MeLa ist in den 25 Jahren ihres Bestehens immer das wichtigste Ereignis im Jahresablauf gewesen, um über agrarpolitische Fragen zu diskutieren: Von der Grundlagenreform der EU-Agrarpolitik 1992 über die Weiterentwicklung hin zu den Direktzahlungen an Landwirte 1997 und der vollständigen Entkoppelung der Beihilfen von den Produktionsmengen der landwirtschaftlichen Betriebe in 2003 bis hin zur neuen Ausrichtung des aktuellen ELER. Dieses Jahr wird überlagert durch die sehr angespannte Situation in den viehhaltenden Betrieben. Die momentanen Auszahlungspreise für Milch liegen bisweilen unter 26 Cent je kg.

„Damit kann kaum ein Produzent auch nur die laufenden Kosten decken, geschweige denn die Festkosten oder sogar Rücklagen für notwendige Neuinvestitionen erwirtschaften. Auch im Bereich Fleischproduktion sind die aktuellen Auszahlungspreise auf einem sehr geringen Niveau, zu dem viele Betriebe nicht rentabel arbeiten können. Produktionseinschränkungen und sogar Betriebsaufgaben sind nicht auszuschließen. Wir müssen von der MeLa das Signal an den Bund und an Brüssel aussenden, dass dies nicht so weiter gehen kann. Es müssen weitere Mittel aus der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik in die 2. Säule transferiert werden, um die Nutztierhaltung zu stärken“, erklärte der Minister.

Die mittlerweile überregionale Bedeutung der MeLa verdeutlicht die Beteiligung aus dem Ausland. 30 Aussteller aus 11 Ländern sind nicht nur ein Rekordwert für die internationale Beteiligung. Hinzu kommen Delegationen aus den baltischen Staaten und Russland, aber auch Ländern wie China und erstmals aus Kenia. Insgesamt werden wieder über 1.000 Aussteller erwartet.

Minister Dr. Backhaus zog auch ein erstes Resümee der Ernte 2016 in Mecklenburg-Vorpommern. „In Anbetracht der Umstände können wir mit den Ernteergebnissen der Kulturen, soweit sie bisher vorliegen, sehr zufrieden sein. Wir liegen bei allen Kulturen zum Teil deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Andere Bundesländer haben nach wochenlanger Trockenheit erhebliche Ertragsverluste hinnehmen müssen. Hier gingen Glück beim Wetter und Geschick beim Landwirtschaftshandwerk Hand in Hand“, sagte Dr. Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde bei Wintergerste mit landesweit 86,3 dt / ha dein noch höherer Ertrag als im Rekordjahr 2014 erreicht (79,6 dt/ha). Auch bei allen anderen Kulturen lagen die Ernteerträge über denen des fünfjährigen Mittels. So liegt bei Weizen das Ergebnis bei 5,2 dt/ha über dem fünfjährigen Mittel, bei Roggen 3,6 dt/ha oder bei Hafer bei 8,2 dt/ha höher. Alle Werte sind vorläufig.

Pressemitteilung / Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V


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