Der „food & health Innovationspreis Mecklenburg-Vorpommern“ geht in diesem Jahr an die Mecklenburger Landpute GmbH. Verliehen wurden der mit 2 500 Euro dotierte erste Preis sowie die mit 1 500 bzw. 1 000 Euro Preisgeld versehenen Auszeichnungen für den zweit- und den drittplatzierten Bewerber heute in der Staatskanzlei durch den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus. Eingebettet in die Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit in der Landeshauptstadt Schwerin fand die Preisverleihung einen würdigen Rahmen.

„Mich überrascht es nicht, dass sich die Jury ausgerechnet für drei aktive Mitgliedsunternehmen des Agrarmarketingvereins entschieden hat. Innovation und Marketing sind zwei Dinge, die einfach Hand in Hand gehen müssen. Ich freue mich sehr mit den Preisträgern und gratuliere herzlich“, sagte der Minister, der in seiner Laudatio die Preisträger und ihre ausgezeichneten Innovationen kurz vorstellte.

„Auf dem bekannt hohen Qualitätsniveau deutscher Lebensmittel und Spezialitäten ist es besonders anspruchsvoll, Neuerungen zu platzieren. „Besser ohne“ ist eine Offerte der Mecklenburger Landpute, die ganz ohne sonst häufige Zusatzstoffe wie Phosphate, Zucker, Farbstoffe und künstliche Aromen auskommt. Trotzdem oder gerade deshalb ist die Geschmacksqualität hervorragend. Das Produkt kommt beim Verbraucher hervorragend an und fügt sich auf besondere Weise in die Strategie des Landes ein, Gesundheitsland zu werden“, so Dr. Backhaus.

Die Mecklenburger Backstuben als Zweitplatzierte mit zwei Brotsorten ohne Kruste sowie die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG mit dem Marketingkonzept „Bio-Lust“ hatten ebenfalls Kreationen offeriert, die voll im Trend liegen, gesundheits- und umweltbewusst zu produzieren. Der Sonderpreis der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern geht im Übrigen auch an die Mecklenburger Landpute GmbH.

Den besonderen Anlass nutzend würdigte der Minister die Preisträgerbranche: „Die Ernährungswirtschaft ist vielleicht sogar der Motor des Aufschwungs in Mecklenburg-Vorpom-mern. Immerhin steuert die Branche mit einem Umsatz von knapp 1,8 Mrd. Euro mehr als 35 Prozent des gesamten verarbeitenden Gewerbes bei und wird damit zum wichtigsten Industriezweig hierzulande. Wenn unser Bundesland im ersten Halbjahr 2007 mit rund vier Prozent Wirtschaftswachstum an der Spitze aller Bundesländer liegt, hat die Ernährungswirtschaft hieran einen außergewöhnlichen Anteil, der gar nicht hoch genug bewertet werden kann.“

Nicht zuletzt lägen Wachstumsreserven angesichts zunehmender Globalisierungseffekte im Export; auch daher müsse die Ernährungswirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. „Zum einen sind dafür weitere umfangreiche Investitionen erforderlich, zum anderen eine stärkere Kooperation mit der anwendungsorientierten Agrar- bzw. ernährungsphysiologischen Grundlagenforschung. Hier bietet das Land alle Möglichkeiten, die nur noch stärker vernetzt und genutzt werden müssten“, so Minister Dr. Backhaus abschließend unter Verweis auf die Organisatoren der Preisverleihung – BioCon Valley e. V. und Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e. V. – die als Netzwerker genau hierfür angetreten seien.

Der „food & health Innovationspreis Mecklenburg-Vorpom-mern“ wurde bereits zum vierten Mal ausgelobt. Gefördert werden sollen damit Weg weisende Entwicklungen und Konzepte, beispielsweise im Bereich der modernen Lebensmittelerzeugung, in der Qualitätssicherung, in der Gewährleistung einer hohen Produktsicherheit sowie bei der Umsetzung innovativer Marketingstrategien.

Das Land ist bestrebt, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft weiter auszubauen. Notwendig dazu sind Investitionen in moderne Verarbeitungstechnologien ebenso wie die Entwicklung neuer, schmackhafter Produkte. Im aktuellen Wettbewerb sollte besonders die Entwicklung ökologischer Produkte und Herstellungsverfahren Berücksichtigung finden.

Die Organisation der Preisverleihung lag in diesem Jahr in den Händen von BioCon Valley e. V., weitere Informationen finden sie daher auf der Website www.bcv.org.