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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Meck-Pomm gewinnt den Volleyball-Bundespokal U16

Favoriten aus Berlin und Niedersachsen geschlagen

Beim Bundespokal Nord U16 männlich (15. – 17.10.2010 in Bremen) sorgte die Volleyball-Landesauswahl von Mecklenburg-Vorpommern für die größte Überraschung. Sie schlug im Verlaufe des Turniers die als Favoriten gesetzten Teams aus Berlin und Niedersachsen und gewann den erstmals für diese Altersgruppe ausgeschriebenen Bundespokal.

Trainer Horst Holz, der von Ex-Nationalspieler Marco Liefke assistiert wurde, hatte seine mitgereisten 12 Jungs auf harte Auseinandersetzungen eingestellt. Gleich das erste Spiel in der Gruppe A gegen Brandenburg ging 2:0 verloren. Dann war Hamburg an der Reihe. Auch gegen diese Mannschaft konnte die Holz-Truppe mit Kapitän Thomas Fickel vom Rehnaer SV nichts ausrichten. Es stand 2:1 für Hamburg. Als Gruppendritter musste sie nun gegen den Zweiten der Gruppe C, Sachsen-Anhalt, antreten. Diese Partie entwickelte sich zum Schlüsselspiel. 25:21 lautete zwar das Ergebnis des 1. Satzes für die Anhaltiner, aber beim Stande von 24:22 im 2. Satz für die Gegner hatten die Mecklenburger das Glück auf ihrer Seite. Sie holten einen Angriffspunkt und die andere Seite verschlug einen Ball. Der 2. Satz wurde mit 26:24 gewonnen, der Tiebreak schließlich mit 15:8.

„Wenn dieser eine  Punkt verloren gegangen wäre, hätten wir nur noch um die Plätze 7 bis 9 spielen können“, erläutert Holz die Schlüsselrolle dieses Spiels. Mit dem Sieg landete seine Mannschaft unter den ersten Sechs. Was nun folgte, war eine erhebliche Kraftanstrengung der Mannschaft, in der jeder seine Spielanteile bekam. Erneut hatte sie Hamburg als Gegner auf dem Feld. Diesmal drehte man den Spieß um und schubste die Hanseaten mit 2:1 aus dem Rennen um die Pokalkrone. Im Halbfinale brachte das Team  von  Horst Holz den Top-Favoriten Berlin mit einer überragenden Leistung an den Rand der Verzweiflung. Es verlor den 1. Satz zwar mit 25:27, kämpfte aber unerschrocken im 2. Satz (25:20) und im Tiebreak (15:12) um den Sieg. Jetzt war für Holz und Liefke klar: die Tugenden des Berliner Spiels mussten ins Finale mitgenommen werden, dann klappt vielleicht die große Sensation. Die Mannschaft hatte verstanden. Sie stand im Finale Niedersachsen gegenüber und fightete so gut sie konnte. Sowohl im 1. als auch im 2. Satz lauteten die Satzstände kurz vor Schluss 24:24. Beide Male hatte die Meck-Pomm-Auswahl die Nase vorn mit 26:24.

Mit einem beachtlichen Bronze-Platz verabschiedete sich die Landesauswahl U15 mit Trainer Ingo Achtelik aus dem ebenfalls in Bremen ausgetragenen Bundespokal-Turnier der Mädchen.


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