Zwischen Filmkunstfest M-V, weiteren Filmfestivals und dem „Tag der Arbeit“

Impression einer Eröffnungsveranstaltung eines früheren Filmkunstfestes M-V. M.M.

„Film ab!“, heißt es ab 1.Mai bis 6.Mai in der Landeshauptstadt Schwerin beim 28.Filmkunstfest M-V. Während woanders, in Berlin, am 28.April während der 68.Deutschen Filmpreis-Gala die „Lolas“ oder in Rostock, beim Filmfestival im Stadthafen vom 26.April bis 29.April, die „Gold-FiSHe“ vergeben wurden, sind jetzt die „Ochsen“ in Schwerin dran.

Die „Lolas“ und „Gold-FiSHe“ im Blick

In Berlin gewann letztendlich der Film, die Hommage an Romy Schneider, „Drei Tage in Quiberon“, von Regisseurin Emily Atef allein sieben „Lolas“, darunter auch Hauptdarstellerin Marie Bäumer, die als beste Schauspielerin geehrt wurde.

An der Ostseeküste, in Rostock, erhielt den „Gold-FiSH“ für den „Film des Jahres“ der Kurzspielfilm „Bad Lesbian“ von  Irene Moray . Mehr als 70 Beiträge der verschiedenen cineastischen Sparten wurden beim 15.Filmfestival im Stadthafen Rostock präsentiert, wobei mehr als 3600 Interessierte die Filme bzw. Veranstaltungen besuchten. Einen Schwerpunkt bildete der deutschlandweite Nachwuchswettbewerb „Junger Film“ im M.A.U.-Club.

Jetzt folgen die „Ochsen“

Nun „ruft“ jedoch das 28.Filmkunstfest in Schwerin – eine Veranstaltung, die seit 1991 Filmemacher, Film-Fans und Film-Journalisten lockt. Im letzten Jahr, 2017, wurde dabei mit 16500 Gästen ein neuer Besucher-Rekord aufgestellt. In diesem Jahr sind mehr als 140 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus 22 Ländern zu sehen. Zudem wird das Filmkunstfest von Ausstellungen, Lesungen und Konferenzen begleitet. So findet unter anderem die 3.Branchenkonferenz „Film und Medien“ im Ludwig-Bölkow-Haus statt. Die georgische Schriftstellerin Nino Harutischwili liest in der Buchhandlung „Hugendubel“ am Marienplatz aus ihrem Buch „Das achte Leben (für Brilka)“. Im soziokulturellen Zentrum „Der Speicher“ wird dann wieder die Kurzfilmnacht veranstaltet. Und im Schleswig-Holstein-Haus wird die Ausstellung „Porträts in Bild und Ton“ gezeigt.

Gastland des Filmkunstfestes M-V 2018 ist Georgien und ein Sieger steht auch schon fest – Schauspieler Henry Hübchen erhält den „Goldenen Ochsen“ für sein Lebenswerk, wobei der geneigte Film-Interessierte hofft, dass das schauspielerische Leben von Henry Hübchen nach der „Ochsen“-Verleihung weiter gehen möge…

Der Eröffnungsfilm des Filmkunstfestes M-V 2018 ist das deutsch-österreichische Drama „Styx“ von Wolfgang Fischer, das „die Frage nach individueller Verantwortung in einer sich wandelnden, krisengeschüttelten Welt“ thematisieren soll – wie auch andere Filme des Filmkunstfestes M-V 2018. Hauptveranstaltungsort ist natürlich wieder das „Capitol“.

„Tag der Arbeit“ und „Tänze in den Mai“

Am 1.Mai beginnt jedoch nicht nur das Filmkunstfest in Schwerin. Es wird dann auch fleißig demonstriert – beim „Tag der Arbeit“ früher auch „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen“ genannt. Am 30.April, am Vorabend des 1.Mai, wird es dabei wieder den „Tanz der Kulturen“ auf dem Marktplatz geben, bevor am 1.Mai dann an gleicher Stelle „der eigentliche Tag“ gefeiert wird. Das Motto des diesjährigen „Tages der Arbeit“ lautet übrigens: „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“. … Hoffentlich haben „alle“ die gleiche Definition der Begriffe „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Gerechtigkeit“ – mit Bezug zu den Realitäten in Deutschland und darüber hinaus.

Unabhängig vom „Tag der Arbeit“ erfreuen sich „allerorten“ die traditionellen „Tänze in den Mai“ großer Beliebtheit. Die Vorfreude auf den Sommer muß ja zelebriert werden.

Marko Michels