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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

M-V weiter Schlusslicht bei Gruppengrößen im Kindergarten

Zum aktuellen Ländermonitor frühkindliche Bildung der Bertelsmann Stiftung erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

Die Jüngsten brauchen mehr Betreuerinnen und Betreuer in den Kitas in M-V… M.M.

„Nach wie vor gibt es gravierende Mängel bei der Qualität der Kindertagesbetreuung vor allem in den östlichen Bundesländern. In M-V zeigt sich dies u.a. in den schlechten Personalschlüsseln. Das Land ist bei der Betreuung der Kinder ab drei Jahren bundesweit weiterhin das Schlusslicht. Während der aktuelle Schlüssel bei uns im Kindergarten bei 13,4 Kindern liegt, sind es im benachbarten Schleswig-Holstein lediglich 8,4. Die Experten empfehlen einen Personalschlüssel von 1 zu 3 in der Krippe sowie 1 zu 7,5 im Kindergarten. Demnach müssten die Gruppen in den Kitas in M-V halbiert werden.

Die Qualitätsunterschiede werden durch die Vorhaben im Kita-Qualitätsgesetz des Bundes noch verfestigt. Bundesgelder sollen nach Anzahl der Kinder insgesamt – anstatt nach der Anzahl der tatsächlich betreuten Kinder verteilt werden. Damit werden Bundesländer wie M-V mit einer vergleichsweise weitaus höheren Betreuungsquote benachteiligt.

In den Kitas des Landes müssen die Qualität verbessert und die Beitragsfreiheit eingeführt werden. Beides ist angesichts der Haushaltslage möglich. Die Landesregierung darf nicht länger auf ihrem „Entweder-oder“ beharren.  Sowohl Investitionen in die Qualität der Kitas als auch die Gebührenfreiheit für Eltern sind gut angelegtes Geld für die bestmögliche Entwicklung der Kinder und eine spürbare Entlastung der Familien.

Wir fordern die Landesregierung auf, in der aktuellen KiföG-Novelle maßgebliche Veränderungen für mehr Qualität vorzunehmen. Dazu gehört eine deutlich bessere Fachkraft-Kind-Relation sowie einheitliche und verbesserte Personalschlüssel – einschließlich mehr Zeit für Leitungsaufgaben. Es müssen mehr Fachkräfte gewonnen werden – die Ausbildungsplatzplanung ist entsprechend anzupassen. Zudem muss sich die Landesregierung im Bund für eine spürbare Erhöhung, gerechte Verteilung und dauerhafte Sicherung der finanziellen Mittel für die Verbesserung der Kindertagesförderung einsetzen.“

Pressemitteilung DIE LINKE M-V


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