Backhaus bezeichnet das Projekt als richtungsweisend

„Als deutschlandweites Pilotprojekt ist das Vorhaben bundesweit richtungsweisend für die energieeffiziente Sanierung von Montagebauten“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus am vergangenen Freitag, dem 17. Juni in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust) anlässlich der Einweihung der heizkosten- und CO2-neutralen Lindenschule.

Die notwendige Temperatur im Haus wird aus Erdwärme mittels Wärmepumpe erzeugt. Durch die hohe Wärmeschutzdämmung geht nur noch ein geringer Teil der erzeugten Wärme an die Umwelt verloren. Ein spezielles Be- und Entlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sorgt für frische Luft und gutes Raumklima. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage errichtet. Der für den Schulbetrieb benötigte Strom soll komplett aus alternativer Energie gewonnen werden.

Der Umbau und die Sanierung der Regionalen Schule in Lübtheen zum heizkosten- und CO2-neutralen Gebäude erfolgten nach Passivhausstandard. Die umfangreichen Bauarbeiten wurden im Dezember 2009 begonnen und mit der Abnahme im Juni 2011 beendet. Das 4,8 Millionen Euro teure Projekt konnte in Höhe von 3,8 Millionen Euro mit Mitteln aus EFRE und des ELER gefördert werden.

„Gerade im Wärme-Bereich, in dem wir massiv fossile Rohstoffe einsparen und somit CO2-Emissionen in Größenordnungen einsparen könnten, muss mehr geschehen“, so Umweltminister Backhaus. Ein Baustein könne dabei das Projekt (Bio-)Energiedorf-Coaching des Umweltministeriums sein. Es verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume. Am Beispiel der Erzeugung und der Nutzung regenerativer Energie sollen Wertschöpfung und Teilhabe im ländlichen Raum etabliert werden.

Derzeit gibt es ca. 110 Gemeinden mit Interessenbekundungen, Bioenergiedorf zu werden. Gut 60 von ihnen haben bereits einen Rats- oder Gemeindebeschluss gefasst. sie stehen für etwa 350 Einzeldörfer und Ortsteile. Der Beschluss ist Voraussetzung, um Mittel aus dem Fördertitel „Lokale Netzwerke“ des Ministeriums zu erhalten. „Hier können bis zu 50 Prozent der Kosten durch die Kommunen eingeworben werden. In diesem jahr stehen insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung. Weitere Unterstützung bietet die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung“, so Minister Backhaus.

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV