Wie heute am Dienstag (25.05.2010) erst bekannt wurde, ist der letzte Kapitän der DDR Segelyacht „Berliner Bär“, die 1965 zu einem spektakulären Segeltörn durch das Mittelmeer und die Adria aufbrach, bereits am 12. Mai 2010 im Alter von 77 Jahren in der Rostocker Universitätsklinik an einem bösartigen Gehirntumor verstorben.

Dies bestätigte heute seine Familie. Er wird am 04. Juni 2010 auf dem Friedhof in Rostock Warnemünde beigesetzt.

Paul Schröder wurde am 17. Dezember 1933 in Kutzdorf bei Küstrin (Kostrzyn) geboren und kam nach dem 2. Weltkrieg ins Mecklenburg-Vorpommersche Neu-Broderstorf bei Rostock. In den fünfziger Jahren studierte er an der Seefahrtschule in Wustrow und wurde dann Kapitän bei der frisch gegründeten Deutschen Seereederei (DSR). Er ließ sich in Warnemünde nieder, war verheiratet und hatte fünf Söhne. Zuletzt lebte er bis zu seinem Tode in Rostock.

Paul Schröder wurde bekannt, als er am 21. Januar 1966 den ersten Kapitän der DDR Yacht „Berliner Bär“ Jürgen Bürgin im jugoslawischen Split ablöste und sie am 13. Mai 1966 glücklich nach Stralsund zurückbrachte.

Die Yacht hatte zu dem Zeitpunkt bereits knapp vier Monate Segeltörn im Mittelmeer hinter sich. Über das Stück DDR Segelgeschichte wurden später eine Filmserie von 8 Teilen beim DDR Fernsehen ausgestrahlt. Noch heute strahlt der MDR und Dokumentationskanal Phoenix unter dem Titel:“ Bis zum Horizont und zurück – Wie eine DDR Yacht ins Mittelmeer kam“ mehrfach im Jahr eine Zusammenfassung der 8 Filmteile aus. Der Nächste Sendetermin ist am 10. Juni 2010 18.10 Uhr bei Phoenix.

MVregio Rostock red/hro