Langzeitarbeitslosigkeit endlich wirksam bekämpfen!

Zur aktuellen Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern erklärte der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter:

„Der Rückgang der Zahl der Arbeitslosen ist kein Verdienst der Politik der Landesregierung. Neben der Arbeitskräftenachfrage im Tourismus und in der Gesundheitsbranche trägt vor allem der deutliche Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung dazu bei, dass die Arbeitslosenzahlen weiter sinken.

Ungeachtet dieses vorsehbaren Trends muss sich die Landesregierung endlich ihrer Verantwortung stellen und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen. Von den fast 100 000 Arbeitslosen im Land sind fast zwei Drittel davon betroffen. Das ist nicht hinnehmbar. Deshalb bleibt die Linksfraktion bei ihrer Forderung nach einem stabilen ausfinanzierten öffentlichen Beschäftigungssektor, der zusätzliche sozialversicherungspflichtige und Existenz sichernde Arbeitsplätze schaffen kann.

Hinter vielen Beschäftigungsverhältnissen gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern verbergen sich Niedriglöhne und unzumutbare Arbeitsbedingungen. Wie lange will die Landesregierung noch ihre Augen davor verschließen, dass immer mehr Menschen von ihrem Arbeitsentgelt nicht leben können und auf zusätzliche Leistungen vom Staat angewiesen sind? Es ist längst erwiesen, dass schlechte Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne die wirtschaftliche Entwicklung nicht begünstigen. Im Gegenteil, es führt dazu, dass qualifizierte junge Leute weiter das Land verlassen. Gegen den zunehmenden Fachkräftemangel aufgrund von Abwanderung, des demografischen Wandels, fehlender Qualifikationen sowie fehlender Schulabschlüsse unternimmt die Landesregierung so gut wie nichts. Diese große Herausforderung steht längst auf der Agenda! Neben einer ordentlichen Bezahlung sind vor allem mehr Investitionen in die Verbesserung der Qualität von Bildung das Gebot der Stunde.“

Claudia Schreyer