„Landschaft des Nordens“ – Ausstellung von Walther Kunau im Baumhaus Wismar

Am Freitag, dem 25. April um 19.30 wird die Ausstellung „Landschaft des Nordens“ von Walther Kunau im Baumhaus am Alten Hafen eröffnet.


In den letzten Jahren wurde die Landschaft für den Künstler Walther Kunau immer wichtiger, davon zeigt er Ölbilder und Aquarelle im Baumhaus, das er als gut betreute Ausstellungsstätte kennen lernte.

Sein Zeichenlehrer entdeckte Walther Kunaus künstlerisches Talent 1943 in der ersten Klasse des Bad Oeynhausener Gymnasiums. In den Sommerferien nahm er den 11jährigen mit zum Malen draußen vor dem Motiv. Das prägte Walther Kunau, der selbst heute noch ab und an vor dem Motiv „auftankt“.

Wichtig war für ihn auch 1950 eine Radtour von Westfalen aus durch Norddeutschland. Erstes Ziel war Worpswede, wo er das Glück hatte, den greisen Mitbegründer der Malerkolonie, Fritz Mackensen, kennen zu lernen. Dieser ermutigte ihn zum Kunststudium. Auf der Weiterfahrt erhielt Walther Kunau einen ersten Eindruck von der Nordsee in Cuxhaven. In Hamburg begeisterten ihn die Maler des 19. und 20. Jahrhunderts in der Kunsthalle. Damit stand sein Entschluss fest, er wollte im Norden, in Hamburg studieren.

Nach dem Abitur 1953 wurde er dort in der Hochschule für Bildende Künste aufgenommen, die er bis zum Examen 1957 besuchte. In dieser Zeit fand die Auseinandersetzung zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei statt, die Kunau intensiv beschäftigte. Nach dem Examen entschloss sich Walther Kunau nach Schleswig Holstein zu gehen. Er unterrichtete am Gymnasium, entwarf Wandbilder für die Deutsche Bundesbahn in Hamburg und Schleswig-Holstein und arbeitete sich ein auf dem Gebiet der Druckgrafik. Radierungen brachten erste Ausstellungserfolge. Seitdem nahm er an über 250 Gruppenausstellungen teil, hatte 75 eigene Ausstellungen und ist in zahlreichen Museen, wie der Bremer und Hamburger Kunsthalle mit Arbeiten vertreten.

Die Ausstellung kann bis zum 18. Mai 2008 dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr (ab Mai bis 20.00 Uhr) besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.