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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Landesveranstaltung zum Weltverbrauchertag in Laage

Am 15. März ist Weltverbrauchertag. Jedes Jahr erinnern an diesem Tag weltweit Verbraucherorganisationen an grundlegende Verbraucherrechte.

Ursprung ist die Erklärung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress erstmalig vier grundsätzliche Rechte der Verbraucher formulierte: Das Recht auf Sicherheit und sichere Produkte, das Recht auf umfassende Information, das Recht auf freie Wahl, das Recht, gehört zu werden.

Diese Kernaussagen waren zum neunten Mal für die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern Anlass, gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, einen Verbrauchertag unter dem Motto „Verbraucherschutz – Ernährung – Landwirtschaft“, in diesem Jahr am RecknitzCampus Laage, durchzuführen.

Der Verbrauchertag stand auch in diesem Jahr ganz im Zeichen der Verbraucherbildung. Denn: Verbraucherbildung ist vorsorgender Verbraucherschutz. Eine Reihe von Gästen folgte der Einladung. Vertreter des Landtages M-V, des Kreistages Güstrow, der Stadtvertretung Laage, Eltern und Bürger der Stadt Laage nahmen aktiv Anteil an der Vielzahl der Veranstaltungen.

Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus wies darauf hin, dass das verbriefte Recht der Verbraucher auf sichere und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel nur gewahrt wird, wenn Produkte und Dienstleistungen auch künftig einem dichten Netz von eigenen wie auch amtlichen Kontrollen unterliegen. „Lebensmittel- und Futtermittelrecht seien darauf ausgerichtet, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen weitestgehend ausgeschlossen werden können. Doch die geforderte stärkere Entscheidungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher können wir nur durch ein deutliches Plus an Transparenz und Information sichern“, so Minister Backhaus. Gerade Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen misst der Minister einen hohen Stellenwert bei.

Notwendiges „Grundverbraucherwissen“ fliegt den Schülern aber nicht einfach zu, sondern muss erlernt werden“, so der Vorstand der Neuen Verbraucherzentrale, Dr. Jürgen Fischer. Um  bewusste und souveräne Entscheidungen treffen zu können, müssen die Schüler nicht nur ausreichend informiert, sondern sie müssen auch ausreichend gebildet sein. Bildung ist Voraussetzung dafür, dass Informationen richtig eingeordnet werden können und zwar auch dann, wenn Informationen unvollständig, tendenziös oder einfach falsch sind. „Verbraucherbildung will die Schüler dazu befähigen, dass sie selbstbestimmt  einkaufen, nicht auf Werbung hereinfallen, ihr zur Verfügung stehendes Budget verantwortlich verwalten, und die für ihre Konsumentscheidungen notwendige Transparenz einfordern“, ergänzte Dr. Jürgen Fischer.

Auf dem „Markt der Informationen“ informierten sich rund 500 Schülerinnen und Schüler  zu Fragen und aktuellen Themen rund um Lebensmittel – von der Erzeugung bis zum Verbrauch. Vertreter des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, des Landfrauenverbandes M-V, der Bauernverbandes M-V, des Verbandes der Lebensmittelkontrolleure, des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Güstrow, der Neuen Verbraucherzentrale, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Vernetzungsstelle Schulverpflegung, der Rostocker Obst GmbH, des FÖJ, des Fachvereins Öko-Kontrolle, des ANU-Mobils und andere stellen sich den Fragen der SchülerInnen und LehrerInnen.

Am Kreativwettbewerb „Richtig essen – Werbung vergessen“  beteiligte sich eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern der 5. bis 12. Klassen. Plakate, Modelle und Collagen zeigten, wie sich die Schüler Lebensmittelkennzeichnung und Werbung vorstellten und die Besten wurden prämiert.

Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen präsentierten die Ergebnisse des Projektes „Trendgetränke – was ist dran, was ist drin?“. Alcopops, Energy-Drinks, Sportlergetränke & co. sind bei den Jugendlichen sehr beliebt. Doch was ist dran an den vollmundigen Werbeversprechen? Bei der interaktiven Mach-Bar-Tour lernten die Schüler bereits im Februar, wie Werbung funktioniert und dass durch clevere Ideen auch gesunde Getränke zu einem Trendgetränk werden können. Auch hier wurden die Sieger prämiert.

In zwei Diskussionsrunden mit den Themen „Sind unsere Lebensmittel sicher?“ und „Was sind unsere Lebensmittel wert?“ diskutierten interessierte Schüler und Schülerinnen mit dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus und Experten aus Lebensmittelüberwachung, Landwirtschaft, Handel und Verbraucherschutz.

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen kämpften im „Kochduell – Schüler kochen für Schüler“ um den Sieg. Regionale und saisonale  Zutaten wanderten in Kochtöpfe und wurden zu leckeren Eintöpfen. Unterstützt wurden die Kochteams von Vertretern der AOK MV, des Agrarmarketing MV e. V., des Landfrauenverbandes MV, des Campus Snack Inn und der Hochschule Neubrandenburg.

Die Veranstaltung wurde begleitet von einer Reihe von Vorträgen und Projekten für alle Klassenstufen, durchgeführt von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft, der Universität Rostock, dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, dem Bauernverband MV, der Verbraucherzentrale, vom Landesverband beamteter Tierärzte, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz u.a. Diese Projekte waren z. B. „Richtig essen – Werbung vergessen“, „Sichere Lebensmittel – Ziel in der Europäischen Gemeinschaft“, „Möglichkeiten der Bioenergieproduktion in MV“,  „Grüne Gentechnik“, “Pflanzenschutzmittel“, „Azubis in der Landwirtschaft“ u.a.


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