Minister Brodkorb: Rund 40 Förderangebote zur Berufsorientierung werden zusammengeführt


In Mecklenburg-Vorpommern sollen die verschiedenen Angebote und Initiativen zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern besser aufeinander abgestimmt werden.

Das geht aus dem „Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf“ hervor, das die Landesregierung, Gewerkschaften, Verbände, die Bundesagentur für Arbeit u. a. im „Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit“ verabschiedet haben. Bei der Konferenz „Integrierte Berufsorientierung“ heute im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin haben sich rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Umsetzung ausgetauscht.

„Die Förderlandschaft von Angeboten für den Übergang von der Schule in den Beruf ist in den vergangenen Jahren unübersichtlich geworden“, betonte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Einem Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern standen im Jahr 2011 rund 40 Förderangebote zur Verfügung, um ihn beim Übergang von der Schule in die Ausbildung zu unterstützen.

Mit dem Landeskonzept wollen wir die Angebote bündeln, die Aktivitäten zusammenführen sowie Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft und Schule Wege zu einer besseren Zusammenarbeit aufzeigen“, so Brodkorb.

Das Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf schreibt Standards und Leitlinien zur Weiterentwicklung der Angebote vor. So haben sich die Bündnispartner darauf verständigt, dass die Aktivitäten vor Ort in „Arbeitsbündnissen Jugend – Beruf“ aufeinander abgestimmt werden.

Außerdem wollen die rund 150 Lehrerinnen und Lehrer sowie 45 Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, Verbänden, Landkreisen, Kommunen und der Arbeitsagentur auf der Konferenz darüber sprechen, wie die Berufsorientierung an Gymnasien und an Regionalen Schulen besser auf die Zielgruppen ausgerichtet werden kann.

„Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ist jedoch ein anerkannter Schulabschluss“, sagte Bildungsminister Brodkorb. „Mit dem landesweiten Angebot eines freiwilligen zehnten Schuljahres an Förderschulen will die Landesregierung erreichen, dass mehr Jugendliche die Schule mit der Berufsreife verlassen.

Im laufenden Schuljahr nehmen 380 Schülerinnen und Schüler an diesem Angebot teil. Etwa die Hälfte von ihnen hatte im Frühjahr dieses Jahres bereits einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen oder stand kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Für das kommende Schuljahr gibt es bereits 350 Anmeldungen für die Teilnahme am freiwilligen zehnten Schuljahr“, erläuterte Brodkorb.

Kultusministerium M-V / Pressemitteilung