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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Land bekräftigt Interesse an Holländer-Sammlung

Staatssekretär Michallik bekräftigt Landesinteresse an Holländer-Sammlung von Christoph Müller – Schenkung für 2011 geplant

Der Staatssekretär im Kultusministerium, Udo Michallik, besuchte gestern, 16.01.2008, Kunstliebhaber Christoph Müller in Berlin, der beabsichtigt, dem Land Mecklenburg-Vorpommern seine Holländer-Sammlung zu schenken. Sie umfasst zurzeit 148 Gemälde holländischer und flämischer Maler des 16. und 17. Jahrhunderts sowie weitere Drucke und Grafiken.

Staatssekretär Michallik konnte sich bei seinem Treffen mit Müller in dessen Wohnung in Berlin einen Eindruck von der Holländersammlung verschaffen und bekräftigte das große Interesse des Landes daran. „Das Staatliche Museum Schwerin hat bereits heute eine der bedeutendsten Sammlungen holländischer Maler, die durch die Schenkung von Christoph Müller hervorragend ergänzt wird. Ich bin begeistert von der Vielfalt und Größe der Sammlung, die ausgezeichnet nach Mecklenburg Vorpommern passt. Wir fühlen uns geehrt von der Schenkung eines solchen Schatzes und ich bin froh, dass wir uns über das weitere Vorgehen einigen konnten.“

Die Schenkung ist für 2011 geplant. Christoph Müller kündigte an, bis dahin weitere Bilder in Abstimmung mit dem Staatlichen Museum Schwerin zu kaufen, die die dortige Sammlung ergänzen und Lücken schließen sollen.

Müller machte im Gespräch mit Staatssekretär Michallik deutlich, dass er – entgegen anders lautender Berichte – für die Schenkung keine Bedingungen stelle. In seinem Interesse sei lediglich sicherzustellen, dass seine Sammlung in gute Hände komme und dies sehe er beim Land Mecklenburg-Vorpommern gegeben.

Christoph Müller wird in diesem Jahr 70 (Jahrgang 1938). Er war Verleger der Südwest-Presse und Journalist.

35 Jahre lang leitete er das Familienunternehmen „Schwäbisches Tagblatt“, bevor er es im Alter von 65 Jahren verkaufte und sich danach ganz seiner Sammelleidenschaft widmete.

Die Sammlung von Christoph Müller umfasst neben den derzeit 148 Gemälden eine Vielzahl von Zeichnungen, Radierungen und Grafiken. Die Sammlung repräsentiert die gesamte Spannweite des holländischen und flämischen Kunstschaffens: Würdevolle Porträts und turbulente Genreszenen, romantische Landschaften und innige Andachtsbilder, üppige Stillleben und hintergründige Allegorien. Eindrucksvolle Akzente setzt die Sammlung bei den Marine- und Strandbildern sowie bei Architekturansichten und Kircheninterieurs.


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