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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Küstenwaldlauf in Warnemünde mit Rostocker und Neubrandenburger Erfolgen

Blick zum Ballsport am letzten April-Wochenende 2017

Allerorten ist gegenwärtig Laufzeit. So gab es Ende April in Nassau (Bahamas) die dritten Weltspiele in den Staffel-Läufen. Auf dem Programm standen die Entscheidungen über 4 x 100 Meter, 4 x 200 Meter, 4 x 400 Meter und 4 x 800 Meter jeweils bei den Frauen bzw. bei den Männern und eine Entscheidung in der Mixed-Staffel über 4 x 400 Meter. Mit 5 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze waren die USA am erfolgreichsten. Deutschland erkämpfte einmal Gold in der 4 x 100 Meter-Staffel der Frauen mit Alexandra Burghardt, Lisa Mayer, Tatjana Pinto bzw. Rebekka Haase und einmal Silber in der 4 x 200 Meter-Staffel der Frauen mit Lara Matheis, Gina Lückenkemper sowie erneut mit Tatjana Pinto bzw. Rebekka Haase.

Aber auch in Warnemünde „ging“ es läuferisch „zur Sache“ – beim 36.Stoltera Küstenwaldlauf, der am 29.April ausgetragen wurde. Dieser war nach dem 29.Wittenburger Mühlenlauf, dem 26.Neubrandenburger Frühlingslauf, dem 34.Ueckermünder Haffmarathon und dem 3.Schweriner Schlosslauf die fünfte Station des diesjährigen Laufcups M-V.

Der 36.Stoltera Küstenwaldlauf konnte dann auch mit einem neuen Teilnahme-Rekord glänzen. 828 Läuferinnen und Läufer aus neun Bundesländern, einschliesslich aus Mecklenburg-Vorpommern, starteten bei der 2017er Ausgabe.

Beim Hauptlauf, über die 10 Kilometer, setzte sich bei den Frauen Eva Halbgewachs vom SV Turbine Neubrandenburg in 39:18 vor Milla Mann vom TC FIKO Rostock in 40:41 bzw. Anna Brust vom HSV Neubrandenburg in 40:54 durch. Bei den Männern triumphierte auf der „10er“ Distanz Fabian Gering vom TC FIKO Rostock in 32:20 vor Matthias Weippert ebenfalls vom TC FIKO Rostock in 32:23 bzw. „Ironman“ Andreas Raelert (TG triZack Rostock) in 35:05.

Über die 3 Kilometer gewannen Jana Millat vom TC FIKO Rostock in 11:22 und Karl Diedrich auch vom TC FIKO Rostock in 10:01.

Am 6.Mai folgt nun der 26.Neubrandenburger Kulturparklauf als sechste Station im Laufcup M-V 2017.

… Der sportliche Höhepunkt 2017, auch im Laufsport, sind indes  die Weltmeisterschaften vom 5.August bis 13.August in London.

Das vorerst letzte globale Highlight für die Läuferinnen und Läufer waren die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Bei den Paralympics 2016 war M-V in den Lauf-Wettbewerben auch durch die gebürtige Schwerinerin Vanessa Low (Bayer 04 Leverkusen), Lindy Ave (HSG Uni Greifswald) und Jana Schmidt (1.LAV Rostock) vertreten. Für Vanessa Low gab es neben Weitsprung-Gold über die 100 Meter auch Silber in der brasilianischen Metropole. Lindy Ave verpasste als Viertplatzierte über die 4 x 100 Meter eine Medaille nur knapp.

M-V und die Laufsport-Tradition

Blickt man auf die bisherige Bilanz von Mecklenburg-Vorpommern bei den diversen Spielen zurück, so ergibt sich folgende Bilanz. Dreizehn Medaillen, darunter dreimal Gold, viermal Silber, sechsmal Bronze schafften die Läuferinnen und Läufer mit Geburtsort und/oder Verein in M-V bei Olympischen Spielen.

Vor 40 Jahren gab es dabei Gold für Brigitte Rohde (SC Neubrandenburg) in Montreal 1976, die mit der 4 x 400 Meter-Staffel der DDR den ersten Platz belegte. Ihr Klubkameradin Elfi Zinn wurde seinerzeit Dritte über die 800 Meter.

In Moskau 1980 lief dann Marita Koch (SC Empor Rostock) zu Gold über die 400 Meter und zu Silber mit der 4 x 400 Meter-Staffel der DDR. Christiane Wartenberg, die bis 1976 für den SC Neubrandenburg startete, wurde Zweite über 1500 Meter.

Seoul 1988 mit sieben Medaillen für M-V

Acht Jahre später, 1988 in Seoul, gab es sieben Medaillen aus M-V-Sicht, so Gold für Sigrun Wodars (SC Neubrandenburg) über die 800 Meter, Silber für Christine Wachtel (SC Neubrandenburg) ebenfalls über die 800 Meter, jeweils Silber auch für Silke Möller (SC Empor Rostock) und die gebürtige Warnemünderin Kirsten Emmelmann mit der 4 x 100 Meter-Staffel der DDR, jeweils Bronze für die gebürtige Demminerin Ellen Fiedler über die 400 Meter Hürden, für Hansjörg Kunze (SC Empor Rostock) über die 5000 Meter und für Grit Breuer (in Röbel geboren, SC Neubrandenburg) mit der 4 x 400 Meter-Staffel der DDR. Grit Breuer wurde damals im Vorlauf eingesetzt. Grit Breuer erkämpfte auch die vorerst letzte olympische Lauf-Medaille für M-V, mit Bronze über die 4 x 400 Meter mit der gesamtdeutschen Staffel 1996 in Atlanta.

Von Olympia zu Paralympia

Bei den Paralympics in London 2012 holte die Wahl-Rostockerin Jana Schmidt, die wie erwähnt 2016 auch in Rio startete und dort gute Leistungen zeigte,  allerdings noch eine Bronze-Medaille über die 100 Meter vor der gebürtigen Schwerinerin Vanessa Low, die dann 2016 in Rio 100 Meter-Silber errang.

Mal schauen, was für die Läuferinnen und Läufer aus M-V 2017 international möglich sein wird…

– Ballsportlicher Exkurs:

Kein Grund zum Jubeln für M-V

Für die traditionsreichen Ballsport-Mannschaften aus M-V war das letzte April-Wochenende, der Start in den Mai 2017 nicht sonderlich erfolgreich. Der HC Empor Rostock schaffte als Tabellen-Letzter der zweiten Bundesliga im Herren-Handball zu Hause nur ein 22:22 gegen TuS Ferndorf. In der dritten Handball-Liga der Frauen unterlag die TSG Wismar zum Saison-Ende daheim dem Buxtehuder SV II mit 21:23, nach einer 14:9-Halbzeit-Führung, und die Dritt-Liga-Handballspieler vom SV Mecklenburg Schwerin verloren ebenfalls in eigener Halle dem HSV Hamburg klar mit 21:27.

Auch mit dem „runden Leder“ war nichts zu holen: Der FC Hansa Rostock musste im Ostseestadion eine 1:3-Niederlage gegen SV Wehen Wiesbaden in der dritten Liga hinnehmen, dabei hatte Hansa noch bis zur 83.Minute mit 1:0 geführt…

Marko Michels

 

 


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