Hans Kreher, bildungspolitischer Sprecher der FDP- Landtagsfraktion M-V, erklärt nach der heutigen Anhörung des Bildungsausschusses zum Thema Kopfnoten:


„Meine Fraktion hat breite Unterstützung in der von uns beantragten Anhörung zu der Kopfnotenverordnung gefunden. Zwei grundlegende Probleme wurden von den Sachverständigen zu Tage gebracht:
1. Der Landtag und die Verbände hätten in das Konzept der Kopfnotenverordnung besser einbezogen werden müssen.
2. Die Kopfnotenverordnung ist eine Kopfgeburt und muss abgeschafft werden.

Die Anhörung zu den per Verordnung eingeführten „Kopfnoten“ hat noch einmal deutlich gemacht, dass diese nicht zu einer erhöhten Qualität der Bildung und Erziehung führen werden. Selbst die Befürworter von einheitlichen und vergleichbaren Benotungen des Lern- und Sozialverhaltens kritisieren z.B. die Begrifflichkeit. So ist die Kategorie „Entwicklungsbedürftig“ missverständlich, da sich im Grunde alle Kinder und alle Jugendliche noch in der Entwicklung befinden. Die Kopfbenotung wird auch nicht zu einheitlichen und vergleichbaren Wertungen führen, wenn die Lehrerkonferenz jeder Schule die entsprechenden Grundsätze selbst finden muss.

Fazit: Die Kopfnotenverordnung ist eine Kopfgeburt, von Oben verordnet ohne Köpfchen. Sie wird die angestrebten Ziele verfehlen, wenn schon die genutzten Begriffe missverständlich sind.“