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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kooperation von Schule und Wirtschaft stärken

Regionale Netzwerkstrukturen für den Übergang von Schule in Ausbildung ausbauen

„Die demografische Entwicklung zwingt uns immer stärker, neue Wege bei der Gewinnung künftiger Fachkräfte zu gehen. Dabei steht die intensive Unterstützung der Berufsorientierung und Berufsfindung von Jugendlichen an oberster Stelle. Immer wichtiger wird es, sowohl qualifizierte Jugendliche mit attraktiven Angeboten in der Region zu halten, als auch benachteiligten Jugendlichen beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung in besonderer Weise zu helfen“, schätzt Dr. Ute Thomas, Bildungsverantwortliche bei der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), heute (Donnerstag, 11. März 2010) in Schwerin die Übergangssituation von der Schule in Ausbildung ein.

Die Wirtschaft begrüße daher, dass sich der Landtag zu dieser Thematik mit einem Antrag der Fraktionen von CDU und SPD befasst. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, auf allen Ebenen ihre Anstrengungen für einen besseren Übergang von Schule in Ausbildung zu intensivieren und ressortübergreifend zu handeln.

„Ob ein Jugendlicher nach der Schulausbildung einen geeigneten Ausbildungsplatz findet, hängt nicht nur von der persönlichen und fachlichen Eignung ab, sondern auch davon, wie gut entsprechende regionale Netzwerke funktionieren. Die Wirtschaft engagiert sich deshalb immer stärker im landesweiten Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT mit seinen derzeit elf regionalen Arbeitskreisen“, so Thomas.

Nach Auffassung der Wirtschaft gehe der Antrag von CDU und SPD jedoch nicht weit genug, um wirklich zielführend zu sein. Notwendig sei nicht nur, Transparenz über die vielen unterschiedlichen, teilweise unabhängig von einander agierenden Berufsorientierungsaktivitäten zu schaffen und gute Modelle bekannt zu machen.

„Die Landesregierung sollte vielmehr auch aufgefordert werden, den Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Konzepte für ein Übergangsmanagement von Schule in Ausbildung gezielt zu unterstützen. Es kommt darauf an, regionale Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben sowie anderen Akteuren, wie der Bundesagentur für Arbeit auszubauen und langfristig vernetzt auf eigene Füße zu stellen“, so Ute Thomas weiter.

Das Parchimer Übergangsmanagement Schule-Beruf „ParMA“ mit seinem Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT als Kern sei ein gutes Beispiel dafür, wie die verschiedenen Akteure und Aktionen in der Region zusammengeführt und koordiniert werden können, erklärte die Bildungsexpertin der Dachorganisation der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern abschließend.

Jens Matschenz


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