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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kommunikation zwischen Handy, TV oder Küchengeräten

Neuartige Software aus Rostock ist weltweit gefragt

Rostock – Wissenschaftler des Instituts für Angewandte Mikroelektronik der Universität Rostock haben eine neue Software entwickelt. Das Produkt sorgt weltweit für Interesse. „Diese Software verbindet auf einfachste Weise unterschiedliche Geräte miteinander“, sagt Dr. Frank Golatowski. So können beispielsweise Handys, Waschmaschinen, Küchengeräte, Fernseher und Autoradio miteinander in Kontakt treten.

Diese neue Software entstand im Ergebnis eines großen europäischen Projektes, das am Institut bearbeitet wurde. „In einer stärker vernetzten Welt müssen auch die Geräte und Systeme verschiedener Industriezweige und Hersteller stärker aufeinander abgestimmt werden und zusammenarbeiten können“, erklärt Golatowski. So arbeiten die Forscher an einem Internet der elektronischen Geräte. Die Idee der Rostocker Forscher ist es, die verschiedenen Dinge des täglichen Lebens durch die am Institut entwickelte Software miteinander „reden“, also in Verbindung treten zu lassen. Durch diese neue Software können die elektronischen Geräte dann Aufgaben erledigen, die bisher so nicht möglich waren. Man erhält über Handy ein Signal, wenn zu Hause der Herd angelassen wurde oder startet per Handy den Waschvorgang. Nur zwei Beispiele von vielen.

„Die Industrie hat großes Interesse an solchen Lösungen“, sagt Institutsdirektor Prof. Dr. Dirk Timmermann, der seit vielen Jahren einen engen Kontakt zur Wirtschaft  pflegt. So fanden die Forschungsergebnisse des Rostocker Instituts bereits das Interesse großer Automobilhersteller. Auch einer der größten koreanischen Elektronikhersteller hat die in Warnemünde entwickelte Software in seine neueste Handyversion integriert. Mit zwei europäischen Forschungspreisen sind die Arbeitsergebnisse der Warnemünder Wissenschaftler bisher gewürdigt worden. Inzwischen arbeiten Dr. Golatowski und sein Team bereits an neuen Projekten. Da gehe es unter anderem um Lösungen für die Gesundheitswirtschaft und neuerdings auch um intelligente Energienetze. Mit deren Hilfe soll herausgefunden werden, wie elektrische Energie in Haushalten und Firmen optimal und somit kostengünstig eingesetzt werden kann. „Bislang kann der Stromzähler nicht messen, welches Gerät gerade wie viel Strom verbraucht“, so Golatowski. Genau das wäre für einen effizienten Energieeinsatz aber höchst interessant. Dafür wollen die Rostocker Wissenschaftler jetzt Lösungen anbieten.

Quelle: Universität Rostock


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