M-V und Deutschland  im täglichen Wahnsinn gefangen

Wenigstens in Schwerins Konsumtempel Nummer eins brach der österliche Frühling aus… M.M.

Von wegen „Vom Eise befreit“. Petrus zeigt sich zum Osterfest misslaunig und ließ am Gründonnerstag seine beste Angestellte auf Mindestlohn, Frau Holle, ganze Arbeit verrichten. Ganz M-V ist nun von Schnee und Eis bedeckt. Glaubt man den Wetterprognosen handelt es sich allerdings nur um ein kurzes Intermezzo. Karfreitag soll schon wieder sie Sonne scheinen, bevor es dann Ostersonntag/Ostermontag noch einmal „von oben kübelt“.

Was ist los?

Das Wetter spielt verrückt, dass selbst Osterhase, Pfingstochse und Weihnachtsmann nicht mehr wissen, wer eigentlich dran sind. Selbst der Durchschnittsdeutsche weiß gar nicht, was überhaupt für eine Zeit ist. „Irgendetwas“ mit Jesus, Gott und dem Kreuze. Und natürlich wieder ein Anlass, um das zu tun, was Maxima und Max Mustermann (oder Musterfrau) am liebsten mögen: Shoppen, shoppen, shoppen, essen, essen, trinken, trinken. Gern in umgekehrter Reihenfolge.

Österliche Dummschwätzer

Unsere Spitzen-Politiker führen Pseudo-Diskussionen. Während sie sich – noch bevor überhaupt eine neue Regierung (oder die sich dafür hält) gebildet wurde – sich schnurstracks von Links bis Rechts die Diäten erhöhten, wird jetzt ellenlang über die Bezieherinnen bzw. Bezieher von SGB II-Leistungen schwadroniert.

Ein schwarzer Möchte-gern-Groß, der jetzt Gesundheitsminister spielen darf, und eine Gazzetta mit vier Buchstaben stehen dabei in vorderster Front: im Kampf um Hartz IV und gegen Hartz IV. Während sich andere, ohne herausragende Leistung, die Taschen füllen, für Dieselskandale, Spritzensport, unvollendete Flughäfen bzw. Bahnhöfe, eine erbärmliche Digitalisierung, ein Bildungsdesaster und sonstiges Ungemach sorgen, wird sich auf die „H 4er“ eingeschossen – natürlich nur verbal. Noch.

Wer ist im Visier?

Wen betrifft das eigentlich, dieses „H4“? Gerade eben nicht (nur) Schulabbrecher, gering Qualifizierte oder „Arbeitsscheue“. Nein. Via Hartz IV werden leistungsbereite Ü 50er entsorgt, Menschen, die zu DDR-Zeiten standen, ins Visier der „Firma Horch, Guck & Greif“ gerieten und deren Gesundheit zerstört wurde, Alleinerziehende, die trotz vollmundiger politischer Ankündigung doch keine Betreuungsplätze für die Kids ergatterten und zu Hause bleiben müssen, Freidenker, denen man auf dem so genannten „freien Arbeitsmarkt“ keine Chance gibt.

Seltsames Treiben?

Schaut man sich das Treiben in den Verwaltungen, öffentlichen Institutionen und Einrichtungen so an, wer dort mit Arbeitsstellen belohnt wurde, gerät man prompt ins Grübeln. Wenn das die Besten sein sollen, dann möchte man die Schlechtesten gar nicht mehr kennen lernen. Na gut, die sitzen ja in der „Bundeswaschmaschine“ in Berlin und warten auf den nächsten Vollwaschgang.

Bitte übernehmen, Herr Osterhase!

Nun hoppelt also der Osterhase durch den alltäglichen Wahnsinn auch in M-V, beglückt Groß und Klein mit Leckerli, um wieder einmal festzustellen, dass 8 Zentimeter Neuschnee ausreichen, um die vermeintlich größte europäische Volkswirtschaft (fast) lahmzulegen, samt ihres Unternehmens, das ständig die „Zukunft“ verspricht, um dann bei der nächsten Weichenstellung plötzlich und unerwartet stehen zu bleiben. Immer dann, wenn es mal schneit, regnet oder stürmt, was ja in diesen Breiten „so gut wie gar nicht“ vorkommt.

Fröhliche Naivlinge

Tja, wenn die Spitzen an chronischem Realitätsverlust leiden und einige treu-naive Lemminge diese Spitzen sogar noch wählen bzw. verteidigen. Aber das fällt dann unter die Rubrik „dumm-dümmer-Vollpfosten“ oder höflich ausgedrückt – es ist ein Zeichen fortschreitender Naivität in deutschen Landen. Dabei wird mit viel Frauen-Power und noch mehr Schwachstrom allseits die Energiewende vorangetrieben – und damit auch die Kosten. Aber für die kommt ja die normale Steuerzahlerin und der normale Steuerzahler auf.

Was bliebe ansonsten noch zum österlichen Feste anzumerkeln?! Ach ja, früher war mehr Lametta!

Na dann, fröhliche Ostern!

Marko Michels