Nach Ansicht des Vorsitzenden der Linksfraktion, Prof. Dr. Wolfgang Methling, muss die Weltklimakonferenz auf Bali endlich die Weichen für eine wirksame Begrenzung des Klimawandels stellen.

„Die größten Industrieländer, die den höchsten Anteil an der Emission von CO2 und anderen klimarelevanten Gasen haben, müssen als Schrittmacher bei der Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen vorangehen“, erklärte Methling am Dienstag. Eigene beispielgebende Verpflichtungen und effiziente Maßnahmen der Hauptverursacher des Klimawandels seien die Voraussetzungen dafür, dass die Schwellenländer mit hohem Wirtschaftswachstum und damit hohem Energie- und Ressourcenverbrauch dafür gewonnen werden können, vor- und nachsorgenden Klima- und Ressourcenschutz zu gewährleisten.

Glaubhafte eigene Anstrengungen müssten eine konsequente Reduzierung des Energieverbrauchs, die Erhöhung der Energieeffizienz und zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien beinhalten. „Nur so kann eine radikale Senkung des Verbrauchs, vor allem der Verbrennung fossiler Energieträger erreicht werden“, betonte Methling. Deshalb sei die geplante Errichtung einer neuen Generation von Kohlekraftwerken Ausdruck politischer Schizophrenie und ein Aberwitz für die Glaubwürdigkeit deutscher Klimaschutz- und Energiepolitik.

In diesen Aberwitz reiht sich auch der geplante Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin ein. „Die Landesregierung darf nicht länger ignorieren, dass sich immer mehr Menschen in der Region und darüber hinaus gegen das Kohlekraftwerk aussprechen, und muss das aus Sicht der Umwelt und des Klimas, aber auch der Wirtschafts- und Energiepolitik verheerende Vorhaben aufgeben“, so Methling.