Alte Bausubstanz bleibt erhalten

Das zurzeit leer stehende Franziskanerkloster in Neubrandenburg wird künftig das Regionalmuseum der Viertorestadt beherbergen. Zurzeit laufen schon die ersten Bauarbeiten „Das Franziskanerkloster ist eines der ältesten und wertvollsten Gebäude in Neubrandenburg. Umso wichtiger ist es, die Bausubstanz zu erhalten“, sagte Bauminister Volker Schlotmann. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro werden rund 3,3 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel bereitgestellt.

Bis zum Jahr 2013 werden das Refektorium (Küche und Speisesaal des ehemaligen Klosters) und das Dormitorium (Schlafraum des ehemaligen Klosters) saniert. Des Weiteren werden die historischen Gebäudeteile mit einem funktional notwendigen Neubau ergänzt. Hier befinden sich der Eingangsbereich, der Aufzug, die sanitären Einrichtungen sowie die Haustechnik. Ebenfalls entsteht ein überdachtes Lapidarium (Sammlung von Steindenkmalen) für Ausstellungen im Freien.

Erste Arbeiten, die eine archäologische Begleitung erfordern, laufen derzeit im Erdgeschoß des Refektoriums. Die Reste des alten Betonfußbodens werden abgebrochen und entsorgt. Die Baugruben für die neuen Leitungskanäle dürfen statisch bedingt nur in einer Breite von 1,25 Metern vorbereitet werden. Der Zwischenraum zur nächsten Baugrube muss 2,50 Meter betragen. Dann dokumentieren die Archäologen alle Befunde in den verschiedenen Bodenschichten. Im Anschluss erfolgen die eigentlichen Bauarbeiten in diesem Bereich. Dazu gehören unter anderem der Einbau der Schalung und Bewehrung sowie die Betonierung der Bodenkanäle. Diese Arbeiten sollen Ende Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein, so dass im Januar mit den Rohbauarbeiten begonnen werden kann.

Quelle: Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung