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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

KKH-Allianz: Medikamentencocktails sind tückisch

Einnahmeplan sichert erfolgreiche Arzneimitteltherapie

Morgens und abends Pillen gegen Bluthochdruck, am Vormittag das Medikament gegen Venenleiden, mittags die Tabletten gegen Schmerzen in den Knien und, und, und: Für viele gehört die Einnahme verschiedener Arzneimittel in Form von Tabletten, Kapseln und Ampullen zum Alltag. „Zehn und mehr Präparate sind für chronisch Kranke keine Seltenheit“, weiß Apotheker Dr. Peter Moormann von der KKH-Allianz. Die Anzahl ärztlich verordneter Medikamente steigt mit zunehmendem Alter.

Wen wundert es da, dass es leicht zu Fehlern bei der Einnahme kommen kann. „Mal werden die Dosierungen verändert, mal die Reihenfolge von Medikamenten verwechselt, mal deren Einnahme sogar vergessen“, erläutert der Arzneimittelexperte. Die Folgen sind mitunter dramatisch, besonders wenn sich Medikamente nicht miteinander vertragen. Denn die Wirkung eines Präparats kann durch ein anderes abgeschwächt, aufgehoben oder auch verstärkt werden. „Hinzu kommt das Problem der Selbstmedikation“, warnt Peter Moormann. „Immer mehr Medikamente sind frei verkäuflich, also ohne ärztliche Verschreibung erhältlich.“

Beispiel Blutdruck senkende Medikamente: „Hat sich jemand, der regelmäßig Blutdruck senkende Medikamente einnimmt, erkältet, sollte er nicht wahllos zu Kombipräparaten gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit greifen“, so der Expertenrat. Denn einige Erkältungsmittel wirken Blutdruck steigernd. Sie können die Blutdruck senkende Therapie aufheben oder den Blutdruck sogar weiter ansteigen lassen. Das kann lebensbedrohliche Folgen haben. Auch längerfristig eingenommene antientzündliche Schmerzmittel können die Wirkung Blutdruck senkender Medikamente hemmen.

Wie behält man nun die Übersicht über die Einnahme mehrerer Arzneimittel? „Am besten ist es, einen Tagesplan zu erstellen mit genauen Angaben zu Zeitpunkt und Dosierung der Medikamenteneinnahme“, empfiehlt Dr. Peter Moormann von der KKH-Allianz. „Hierbei helfen Ärzte, Apotheker oder auch Pfleger. Sie sollten über alle Arzneimittel informiert sein, die eingenommen werden – einschließlich pflanzlicher Präparate in Form von Kräuterextrakten und Kräutertees.“

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