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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kirchliche Forstbetriebsgemeinschaften in M-V fusionieren

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Erhöhung der Selbstständigkeit der Waldbesitzer fördert das Land seit Jahren den Zusammenschluss von Waldbesitzen zu Forstbetriebsgemeinschaften.

„Nur die Schaffung leistungsfähiger Forstbetriebe sichert langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit“, zeigt sich Minister Dr. Backhaus nun über einen weiteren erfolgreichen Zusammenschluss erfreut, der auch auf Grund der vom Land gesetzten Anreize zustande kam. Die bislang jeweils in Mecklenburg und Vorpommern tätigen Kirchlichen Forstbetriebsgemeinschaften haben sich zusammengeschlossen und werden ihre erfolgreiche Arbeit künftig gemeinsam als Kirchliche Forstbetriebsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern fortsetzen. Erster Vorstandsvorsitzender der neuen Körperschaft ist der Landesbischof i. R. Hermann Beste.

Die entsprechende Anerkennungsurkunde des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz wurde gestern ausgereicht. Hiermit verbunden ist zugleich die Verleihung der Rechtsfähigkeit nach § 22 BGB. „Wir begrüßen diesen Schritt, der die gemeinsame landesweite Bewirtschaftung des Waldes der Kirchen und Kirchgemeinden ermöglicht“, erläutert der Minister und verweist darauf, dass die Forstbetriebsgemeinschaft nunmehr 208 Mitglieder und eine Waldfläche von insgesamt 2 588 Hektar vereinige.

„Gerade im so genannten Privatwald dominieren aber noch immer sehr kleine Strukturen, die ihre Flächen nur in funktionierenden Forstbetriebsgemeinschaften effektiv bewirtschaften können“, hob Dr. Backhaus aus diesem Anlass einmal mehr hervor und fordert Waldbesitzer und Forstbetriebe des Landes auf, dem guten Beispiel der Kirchenforstbetriebsgemeinschaft zu folgen.

Hintergrund

Etwa ein Drittel der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern (ca. 155 000 Hektar) befindet sich in privater Hand, wozu auch der Wald der im Land ansässigen Kirchen zählt. Die durchschnittliche Flächengröße der Privatforstbetriebe beträgt allerdings lediglich rund drei Hektar. Die Waldparzellen sind also häufig sehr klein, haben ungünstige Flächenformen und sind örtlich schwer abgrenzbar. Hierdurch ist die Bewirtschaftung stark erschwert.

In Mecklenburg-Vorpommern dominieren drei industrielle Großabnehmer den Markt für Rohholz. Nur große Zusammenschlüsse auf der Erzeugerseite können daher als in etwa gleichwertige Partner gegenüber der Abnehmerseite auftreten.

Zu den forstpolitischen Schwerpunkten des Landes Mecklenburg-Vorpommern zählen deshalb Struktur verbessernde Maßnahmen. Der Zusammenschluss zu Forstbetriebsgemeinschaften bedeutet eine Steigerung der Effektivität in der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung. Oft wird erst durch gemeinsame Vermarktung des Rohholzes überhaupt die Marktfähigkeit erreicht. Um starke Zusammenschlüsse zu erreichen, macht das Land deren künftige Förderung von Effizienzkriterien (Fusion, Größe der Mitgliedsfläche, Anzahl der Mitglieder) abhängig.


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