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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kinospot macht auf häusliche Gewalt aufmerksam

Kampagne „Hinter deutschen Wänden“ nun auch für Mecklenburg-Vorpommern genutzt

Unter dem Titel „Hinter deutschen Wänden“ wird vom 2. bis 29. Dezember 2010 in den großen Kinos Mecklenburg-Vorpommerns ein Spot gezeigt, mit dem die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD), auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam machen will.

Seemann: „Häusliche Gewalt bleibt häufig im Verborgenen, weil sie in der Privatsphäre – entweder innerhalb der Beziehung oder in den eigenen vier Wänden – stattfindet und somit als Tabuthema gilt. Die Opfer trauen sich oft nicht, mit jemandem über die Gewalt zu sprechen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für Menschen in ihrem Umfeld sind hingegen die Anzeichen für häusliche Gewalt nicht so leicht zu entdecken oder sie ignorieren diese Anzeichen als Privatsphäre der Betroffenen. Deshalb ist es wichtig, für Hinweise häuslicher Gewalt zu sensibilisieren, das Thema zu enttabuisieren und es nicht weiterhin als Privatangelegenheit darzustellen. Den Opfern soll durch eine öffentliche Debatte Mut gemacht werden, ihrerseits Hilfe zu suchen.“

Die Kampagne „Hinter deutschen Wänden“ wurde ursprünglich von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen gestartet und wird in den kommenden Monaten von der Parlamentarischen Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung auch für Mecklenburg-Vorpommern genutzt. Der Spot von 49 Sekunden nimmt die Kinobesucherinnen und –besucher in ein Szenario mit, bei dem sie Zeuge häuslicher Gewalt in einer Nachbarwohnung werden, ohne dass sie die Gewalt sehen können. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden daraufhin aufgefordert, bei solchen oder anderen Anzeichen häuslicher Gewalt Zivilcourage zu zeigen und aktiv zu werden. Abschließend weist der Kurzfilm auf die Internetseite der Kampagne mit den Kontaktadressen der Beratungs- und Hilfseinrichtungen für Opfer häuslicher Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern hin.

Weitere Informationen unter: www.hinterdeutschenwänden.de.


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