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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

KinderwagenKino in Wismar

Kleine Kinder – Großes Kino

Im Wismarer Kino im Filmbüro sind ab 9. März einmal im Monat Eltern mit ihren Babys samt Kinderwagen zum Kino-Besuch eingeladen. Immer am ersten Mittwoch im Monat ist dann um 10:30 Uhr KinderwagenKino-Zeit. Eltern mit Kleinstkindern sind herzlich eingeladen einen Film zu sehen, von dem die kinderfreien Freunde vielleicht schon lange erzählen… Während die Eltern einen Film schauen, schlummern die Kinder gemütlich in ihren Kinderwagen. Und falls doch mal ein Baby aufwacht und sich lautstark bemerkbar macht dann stört das auch niemanden, denn es sitzen ja alle irgendwie im gleichen Boot.

Während der KinderwagenKino-Vorstellungen im Kino im Filmbüro wird der Saal immer in leichtes Dämmerlicht getaucht und der Film wird in verminderter Lautstärke ausgestrahlt, damit die empfindlichen Babyohren nicht geschädigt werden. Für Kinderwagen ist ausreichend Platz im Kino vorhanden und ein Wickeltisch steht zur Verfügung. Selbstverständlich darf gestillt und die mitgebrachte Babynahrung im Kino gegeben werden, auch das Krabbeln ist möglich. Für Väter und Mütter gibt es außerdem Kaffee, Tee (auch Stilltee und Leitungswasser frei) und Knabbereien im Bistro.

„Das KinderwagenKino ist ein Angebot, das es bisher vorrangig in Großstädten gibt. Das Filmbüro MV startet das KinderwagenKino, um auch jungen Familien den Kinobesuch zu ermöglichen, ohne immer gleich einen Babysitter organisieren zu müssen. Neben Schlafentzug gehört auch Kinoentzug zu den Begleiterscheinungen der Säuglingspflege. Damit die neuen Familien von der (Kino)Welt nicht automatisch abgeschnitten sein müssen, schaffen wir mit dem KinderwagenKino Abhilfe – einen Kinofilm in babyfreundlicher Atmosphäre“, freut sich Sabine Matthiesen, Geschäftsführerin Filmbüro MV. „Wir sind schon sehr gespannt darauf, ob unser neues Angebot angenommen wird, die ersten Reaktionen von jungen Müttern waren jedenfalls sehr vielversprechend“.

Das erste KinderwagenKino findet am Mittwoch, dem 9. März um 10:30 Uhr statt. Gezeigt wird der französische Film „COCO CHANEL“

Der Eintritt für Erwachsene beträgt 6 Euro und für Kinder von 6 bis 10 Jahren 3 Euro. Kleinkinder und Babys haben freien Eintritt. Nach Anmeldung können Kinder ab 5 Jahren in der Medienwerkstatt (Haus 2) pädagogisch betreut werden, z.B. malen, stempeln, Trickfilmbox, Filmen und Fotografieren (unter Freistellung der Aufsichtspflicht)

COCO CHANEL

F 2009, Originaltitel: „Coco avant Chanel“, Regie: Anne Fontaine, Drehbuch: Anne Fontaine, Camille Fontaine, Christopher Hampton, Jacques Fieschi, Darsteller: Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro Nivola, Marie Gillain, Laufzeit: 110 Minuten

Der Film basiert auf einem Lebensabschnitt der bekannten französischen Modedesignerin Coco Chanel, die Vorlage für das Drehbuch lieferte das Buch L’Irrégulière ou mon Itinéraire Chanel (1974) von Edmonde Charles-Roux.

Inhalt:
Einige Jahre nachdem sie das Waisenhaus verläßt, in dem sie ihr Vater zurückgelassen und nie mehr heimgeholt hatte, arbeitet Gabrielle Chanel (Audrey Tautou) in einer ländlichen Bar. Sie tritt dort als Sängerin auf und näht Kostüme für die anderen Darsteller. Das Lied, welches sie allabendlich zusammen mit ihrer Schwester Adrienne aufführt, schlägt sich in ihrem Spitznamen Coco nieder. Durch ihre Liaison mit Baron Balsan wird sie in die französische Gesellschaft eingeführt. Er ermöglicht ihr gleichfalls ihre ersten größeren modeschöpferischen Erfolge, indem er ihr ein eigenes Hutgeschäft finanziert. Als sie sich in den englischen Geschäftsmann Capel verliebt, tun sich weitere Möglichkeiten für sie auf – wenn auch das Leben immer komplizierter wird…

Coco Chanel ist eine Weltikone. Das Leben der Französin war ein einziges Drama, maßgeschneidert für Legenden. Ihre Kreationen krempelten die Modewelt um. Sie fing bei  den Hüten der betuchten Damen an. Die trugen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gigantische Arrangements von Federn und Blumen auf dem Haupt spazieren, Coco Chanel rupfte die Frau buchstäblich, erst die Hüte, dann die Kleider. Die Volants, Schnürungen, die opulent wogenden Röcke und sich plusternden Keulenärmel, sie alle fielen Chanels Talent zur Verknappung und Straffung zum Opfer. „Ich trag doch nicht diesen Vorhang!“, da hatte sie ihren Stil gefunden: schlichte Stoffe, klare Schnitte, monochrome Farben. Coco Chanel hat die Frauenmode revolutioniert, sie schaffte das Korsett ab. Der Film von Anne Fontaines erzählt dies in edlen Grautönen gehaltenen Bildern überzeugend nach.


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