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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kinderarmut endlich wirksam bekämpfen – auch in M-V

Nach Ansicht der kinder- und jugendpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Marianne Linke, unterstreicht die heute veröffentlichte Studie des Prognos-Instituts zu Kinderarmut die Forderung ihrer Fraktion, Kinderarmut auch in Mecklenburg-Vorpommern zu analysieren und endlich wirksam zu bekämpfen.


„Im Oktober vergangenen Jahres hat meine Fraktion einen entsprechenden Antrag  eingebracht, den die Fraktionen von SPD und CDU abgelehnt haben“, erklärte Frau Dr. Linke am Montag. Begründet wurde die Ablehnung mit dem Hinweis, man werde einen Bericht zur sozialen Lage erarbeiten lassen, der 2010 veröffentlicht werden soll. „Im Bundesland mit den niedrigsten Einkommen und der höchsten Arbeitslosigkeit können die Kinder aber nicht noch zwei Jahre warten, bis Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation eingeleitet werden“, sagte Frau Dr. Linke.

„Wir fordern die Landesregierung auf, ihre Blockadehaltung gegen die Hilfebedürftigsten im Land, nämlich die Kinder, aufzugeben. Die Ergebnisse der Prognos-Studie, des jüngsten Armutsberichts der Bundesregierung und viele andere vorliegende Daten etwa der Wohlfahrtsverbände sprechen eine deutliche Sprache. Sie müssen auch für unser Land ausgewertet und die entsprechenden Konsequenzen daraus gezogen werden“, so Frau Dr. Linke. Es sei längst bekannt, dass Armut viele Folgewirkungen zum Nachteil der Heranwachsenden hat, und etwa Gesundheit und Bildungschancen massiv beeinträchtigt.

„Die Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen müssen endlich im Interesse der Kinder handeln und sich auch in Berlin dafür stark machen“, forderte Frau Dr. Linke. „Es sind höhere, vor allem bedarfsgerechte und existenzsichernde Hartz-IV-Regelsätze erforderlich. Darüber hinaus muss endlich ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von mehr als 8 Euro her, damit die Beschäftigten und ihre Familien ihre Existenz sichern können“, betonte Frau Linke. „Wir brauchen jetzt Lösungen für unsere Kinder, denn sie sind unsere Zukunft.“


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