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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kein öffentliches Interesse am Kohlekraftwerk Lubmin

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren Aussagen von Minister Seidel

BBündnis 90/Die Grünen kritisieren Aussagen von Wirtschaftsminister Seidel, mit denen er erneut versucht, den umstrittenen Bau des Kohlekraftwerks zu rechtfertigen.

Hinweise auf ein öffentliches Interesse am Kraftwerk von Minister Seidel entbehren jeder Grundlage, so Torsten Jelinski, Spitzenkandidat der Grünen für die Kreistagswahl auf Rügen.

Nur das Wirtschaftsministerium selber habe mit einem eigenen Papier versucht, das öffentliche Interesse am Kraftwerk darzustellen und damit Einfluss auf das Verfahren auszuüben. Die Diskussionen unter anderem beim Erörterungstermin im letzten Herbst in Greifswald habe aber bereits sehr deutlich gemacht, dass das Wirtschaftsministerium hier unqualifiziert und einseitig gearbeitet hat.

Die wirtschaftlichen Folgen für den Tourismus und die dortigen Arbeitsplätze wurden unzureichend berücksichtigt. Eine Abwärmenutzung wurde angenommen, obwohl das Kohlekraftwerk Rostock es in den letzten 15
Jahren nicht geschafft hat, Industrie zur Abwärmenutzung anzusiedeln.

Die Folgen des Kraftwerks für Naturschutz und Klimaschutz wurden bewusst
vernachlässigt. Dem steht gegenüber, dass der Klimaschutz eines unserer größten aktuellen Probleme ist und ein EU-weit bedeutendes Schutzgebiet durch das Kraftwerk geschädigt wird.

Auch die sogar vom Sozialministerium bestätigten Risiken für die Badewasserqualität des Boddens sind offenbar noch nicht bei Minister Seidel angekommen, kritisiert Torsten Jelinski.


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