Humboldt-Stipendiatin forscht am Institut für Botanik und Landschaftsökologie

Prof. Dr. Martin Wilmking und Dr. Jill Harvey – Foto: Magnus Schult / Universität Greifswald

Im September 2018 wurde die kanadische Wissenschaftlerin Dr. Jill Harvey mit dem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden ausgezeichnet. Gastgeber ihres zweijährigen Aufenthaltes ist Prof. Dr. Martin Wilmking und seine Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“. Jill Harvey kommt aus Victoria (Kanada) und forscht an der Universität Greifswald zur Resilienz von Waldökosystemen.

Dr. Jill Harvey studierte zunächst B.Sc. Geographie und arbeitete nach ihrem Abschluss im Jahr 2004 für fünf Jahre als Expeditionsleiterin auf Kreuzfahrtschiffen in der Arktis und Antarktis. Nach ihrem M.Sc. in Geographie an der University of Victoria (Kanada) forschte sie als Gastwissenschaftlerin an der University of Colorado (USA). Für ihre Promotion ging Jill Harvey zurück an ihre ehemalige Alma Mater nach Kanada. 2017 schloss sie dort ihre Promotion zur Rolle von Feuern in Waldökosystemen ab. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Waldökologie, Störungsdynamik und Klimawandelforschung.

Kontakte mit der Arbeitsgruppe von Prof. Wilmking, Verbundforschungsprojekte wie BaltRap und das DFG-Graduiertenkolleg Response sowie der Wille nach weiterer internationaler Forschungserfahrung waren ausschlag-gebend für Jill Harveys Entscheidung nach Greifswald zu kommen. „Das Baumringlabor von Martin Wilmking ist international bekannt und hat mir die Entscheidung leichtgemacht“, sagt Jill Harvey. „Die exzellente Ausstattung und der nette Umgang in der Arbeitsgruppe unterstützen meine Arbeit jeden Tag.“ Jill Harvey ist mit ihrem Mann und ihrer kleiner Tochter nach Greifswald gezogen und fühlt sich auch durch die Hilfe des International Office gut integriert. „Meine Tochter Marina singt schon deutsche Kinderlieder aus der Krippe“, sagt sie lachend.

Zur weiteren Information

Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden richtet sich an überdurchschnittlich qualifi-zierte Wissenschaftler aus dem Ausland, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Promotion nicht mehr als vier Jahre zurückliegt. Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden bietet die Möglichkeit, ein selbst gewähltes, langfristiges Forschungsvorhaben (6 bis 24 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen.

Pressemitteilung der Universität Greifswald