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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Jürgen Seidel: Aktiver Austausch zwischen Banken, Unternehmen und Politik

Der Konjunkturrat Mecklenburg-Vorpommern: ein wichtiges Beratungsgremium

JSWDer Konjunkturrat Mecklenburg-Vorpommern hat sich als wichtiges Beratungsgremium zum Umgang mit den Folgen der Wirtschaftskrise etabliert.

„Da wir nach wie vor feststellen müssen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise auf Sicht fahren müssen, ist der Konjunkturrat ein sehr wichtiges Beratungsgremium für den Wirtschaftsminister“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Mittwoch nach der 4. Sitzung in Schwerin.

„Hier trifft die mittelständische Wirtschaft auf Vertreter der Kreditinstitute, hier reden Wirtschaft und Politik nicht übereinander sondern miteinander. Der Rat ist ein Podium um erkannte Probleme gemeinsam anzugehen.“

„So wurden die durch das Wirtschaftsministerium vorgenommenen zeitlich befristeten Änderungen der Investitionsförderung in Richtung höchstmöglicher Unterstützung des verarbeitenden Gewerbes als richtig angesehen.

Das gilt besonders auch für die Zulieferer im Schiffbau und der maritimen Industrie“, sagte Seidel. „Angesprochen wurde auch die Beschleunigung der Umsetzung der Konjunkturprogramme“, sagte Seidel. Die Vereinigung der Unternehmensverbände habe zudem die Nachhaltigkeit der Projekte angemahnt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist im verarbeitenden Gewerbe der Umsatz der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten im 1. Halbjahr 2009 um -16,9 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Beschäftigten blieb begünstigt durch die Kurzarbeiterregelungen dabei stabil.

Branchen mit besonders hohen Umsatzrückgängen waren die Holzverarbeitung (-28,8 Prozent) und die chemische Industrie (-27,0 Prozent), stabilisierend wirkte dagegen der Maschinenbau (+22,1 Prozent).

Im Tourismus gab es deutliche Zuwächse (Gästeankünfte +4,4 Prozent, Übernachtungen +3,1 Prozent), während die Umsätze im Gastgewerbe preisbereinigt um -0,8 Prozent geringer als im 1. Halbjahr 2008 ausfielen.

Auch im Einzelhandel war der Umsatz im 1. Halbjahr 2009 preisbereinigt rückläufig: -4,7 Prozent, darunter im Einzelhandel mit Lebensmitteln -3,4 Prozent und bei Apotheken -6,2 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigten verringerte sich von Januar bis Juni um -2,1 Prozent.

Der Konjunkturrat war Anfang des Jahres von Seidel einberufen worden, um den Umgang mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft besser zu koordinieren und auf Landesebene geeignete Maßnahmen zu diskutieren. Ihm gehören Vertreter von Kammern, Verbänden, Sozialpartnern, Kreditwirtschaft und Wirtschaftspolitiker des Landtags an.


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