Erstmals alle zehn Ostseeanrainer mit ihren Musikstars und -schätzen vom 22.9. bis 13.10. auf dem Podium der Ostsee – dem Usedomer Musikfestival

Ostsee vor Heringsdorf. M.M.

Seit 25 Jahren besteht das Usedomer Musikfestival. Seit 1999 feiert es die Verbundenheit und Vielfalt der Ostseeanrainerstaaten in jährlich wechselnden Länderschwerpunkten. 2018 geht das Festival neue Wege.

Vom 22.9. bis 13.10. treffen sich erstmals musikalische Hochkaräter aller Länder, die das Meer verbindet, an den schönsten Konzertorten der Zwei-Länder-Insel Usedom: Sopranistin Anne Sofie von Otter, die Tolvan Big Band, Gitte Hænning und Concerto Copenhagen, der Cellist David Geringas, die Streicher der Berliner Philharmoniker, das Goldberg Baroque Ensemble und die Internationale Chorakademie Lübeck, die Violinistin Mari Samuelsen, Dirigent Kristjan Järvi und das Baltic Sea Philharmonic, die NDR Radiophilharmonie und viele mehr.

Thomas Hummel, Intendant des Usedomer Musikfestivals: „Drei prall gefüllte Wochen laden ein, zu erleben, wofür das Usedomer Musikfestival steht: die ganze musikalische Vielfalt der Ostseeregion im unverwechselbaren Flair der Sonneninsel Usedom. Wir feiern mit Freunden, Unterstützern und unserem Publikum 25 ereignisreiche Jahre Usedomer Musikfestival. Feiern auch Sie mit!“

Das Usedomer Musikfestival entwickelte sich im Verlauf der letzten 25 Jahre stetig zu einer international bedeutenden Stimme für die Musik des Ostseeraums. Mit drei Wochen Programm zählt es mit zu den größten themengebundenen Musikfestival weltweit. Als Veranstaltungsreihe zur Verlängerung der touristischen Saison auf der Insel Usedom gegründet, ist es mittlerweile auch Motor der europäischen Integration auf Usedom.

Seit 1995 pflegen Konzerte auf dem polnischen Teil der Ostseeinsel die Kooperation mit der polnischen Nachbargemeinde, was dem Usedomer Musikfestival 2007 den Tryton Award der Stadt Swinoujscie einbrachte. Geschichtsbewußt gründete das Festival gemeinsam mit dem Norddeutschen Rundfunk und dem Historisch-Technischem Museum Peenemünde 2002 die Reihe der Peenemünder Konzerte auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchanstalt, um musikalisch Zeichen für Frieden und Versöhnung in der durch Politik und Kriege geteilten Ostseeregion zu setzen. 2008 initiierte das Usedomer Musikfestival gemeinsam mit der Nord Stream AG, dem Gaspipeline-Betreiber durch die Ostsee, das Orchester Baltic Sea Philharmonic, das Musiker aus allen Ländern der Ostseeregion vereint.

2012 erhielt das Usedomer Musikfestival dafür die Ehrung „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. 2015 erhielt das Baltic Sea Philharmonic den Europäischen Kulturpreis der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa“. 2009 rief das Usedomer Musikfestival seine Synagogenrundfahrten ins Leben, die auf den verbliebenen Spuren jüdischen Lebens Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern besuchen, jüdische Musik vorstellen und die Geschichte der Juden im Bundesland erzählen. 2016 entwickelte sich aus den Synagogenrundfahrten die Internationalen Tage jüdischer Musik.

2010 gründete das Usedomer Musikfestival die Usedomer Literaturtage, die bereits so bedeutende Schriftsteller wie Hans-Magnus Enzensberger, Nobelpreisträgerin Tatjana Alexijewitsch, Martin Walser, Donna Leon, Stefan Chwin, Christoph Hein, Hellmuth Karasek und viele mehr besuchten.
Bereits am 9.9., genau 25 Jahre nachdem Tomoko Sakurai-Masur, die Ehefrau des Ehrenschirmherrn des Usedomer Musikfestivals, Kurt Masur, das erste Konzert des Festivals auf der Seebrücke in Seebad Ahlbeck gab, gibt das Sommerkonzert des Usedomer Musikfestivals einen Vorgeschmack auf die Jubiläumssaison.

Im Kaiserbädersaal in Seebad Heringsdorf erlebt das Publikum 17 Uhr das Philharmonische Bläserquintett der Berliner Philharmoniker, den Solosaxophonisten des Orchesters Jan Schulte-Bunert und den Usedomer Musikpreisträger 2018 der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, den Schweriner Saxophonisten Alexander Prill.

Karten unter „usedomer-musikfestival.de“  und 038378-34647 erworben werden.

Pressemitteilung, Alexander Datz, Pressesprecher, Usedomer Literaturtage