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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Interview mit Michael Sturm auf der ANUGA

Interview mit Michael Sturm, Geschäftsführer der Invest in MV auf der weltgrößten Ernährungsmesse, der ANUGA in Köln .

Michael Sturm im Interview„Wir sind bestens aufgestellt für die Ernährungswirtschaft!“

Werner Prill: Auf dem „Roten Sofa“ begrüße ich jetzt Michael Sturm, Geschäftsführer der Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH. Herr Sturm, wie wichtig ist der Messeauftritt auf der Anuga für Mecklenburg-Vorpommern – und welchen Eindruck haben Sie von dieser Messe?

Michael Sturm: In Mecklenburg-Vorpommern zählt das Ernährungsgewerbe zu den wichtigsten Branchen. Als größter Industriezweig des Landes mit rund 16.500 Beschäftigten hat die Nahrungsmittelindustrie eine herausragende Bedeutung für die wirtschaftliche Struktur und Entwicklung. Das zeigen auch die Zahlen: Auf die 150 Unternehmen im Land entfielen im vergangenen Jahr weit mehr als ein Drittel der gesamten Umsätze des verarbeitenden Gewerbes. Erwirtschaftet wurden diese Erlöse durch eine hohe Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen. Die Ernährungsbranche ist geprägt durch ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Produktangebot. Auf der weltgrößten Ernährungsmesse der Anuga nutzen wir die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit unserer Betriebe als auch die vielfältigen Standortfaktoren Mecklenburg-Vorpommerns zu zeigen. Wir sind mit der Messe sehr zufrieden, weil wir hier in Köln bereits hochwertige Kontakte zu potentiellen Investoren knüpfen konnten. Auch für unsere Unternehmen liefen die ersten Messetage sehr gut. Insbesondere die Qualität der ersten Termine war äußerst zufriedenstellend.

Werner Prill: Welche Stärken hat die Ernährungsbranche in Ihrem Bundesland und wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung der Branche?

Michael Sturm: In unseren Technologiezentren befassen wir uns selbstverständlich mit innovativen Themen wie „Functional Food“ etc. ohne die zukunftsfähige Unternehmen nicht überleben können. Unsere Stärke liegt aber zum anderen auch in der Betonung der Regionalität. Mit unserem Label „MV tut gut“ werben wir ganzheitlich für einen effizienten Standort in gesunder Umgebung. Dies kommt sowohl dem Tourismus als auch der Gesundheits- und der Ernährungswirtschaft zu Gute. A propos Regionalität: gestern Abend luden wir beispielsweise zu einem Event unter dem Motto „Pommern Cuisine“ an unseren Messestand ein. Ein voller Erfolg – bei dem der Gourmetkoch Stefan Frank vom „Le Croy“ in Greifswald unter anderem den vorzüglichen „Ostseeschnäpel“……….

Werner Prill: ……einem wohlschmeckenden lachsähnlichen Fisch……

Michael Sturm: …………kredenzte, den wir durch derartige Aktionen promoten möchten.

Werner Prill: Ein gutes Stichwort, lassen Sie uns deshalb „Butter bei die Fische tun“ – wie gut ist Mecklenburg-Vorpommern für die Ernährungswirtschaft aufgestellt?

Michael Sturm: Unsere Region ist bei allen investitionsrelevanten Standortkriterien gut aufgestellt: Wir bieten qualifizierte Arbeitskräfte zu moderaten Konditionen, die Nähe zu den Märkten in Nord- und Osteuropa, innovative Forschungseinrichtungen und schnelle Genehmigungsverfahren. Dies alles sind absolut erforderliche Voraussetzungen, um im globalen Standortwettbewerb Schritt halten zu können.

Werner Prill: Können Sie Beispiele für erfolgreiche Ansiedelungen in Ihrem Bundesland nennen?

Michael Sturm: Seit 1990 haben sich in Mecklenburg-Vorpommern Global Player wie Nestlé, Unilever, Cargill, Barilla, Dr. Oetker und viele andere angesiedelt. Im Land sind Unternehmer bestimmter Segmente wie zum Beispiel die Süßwarenbranche mit Sweet Tec, Ragolds, der Mederer Gruppe und Grabower außerordentlich erfolgreich und erweitern regelmäßig ihre Kapazitäten.

Werner Prill: Um Global Player zu akquirieren, muss man sich auch international präsentieren. Wie gelingt Ihnen das?

Michael Sturm: Es macht wenig Sinn sich im Ausland als kleines Bundesland alleine zu präsentieren. Hier üben wir bei internationalen Auslandsauftritten den Schulterschluss mit den anderen norddeutschen Bundesländern, wie wir dies insbesondere im Windkraftbereich tun. Außerdem nehmen wir die Angebote unserer Dachorganisation „Germany Trade and Invest“ in Berlin wahr und nehmen an organisierten branchenspezifischen Veranstaltungen weltweit teil.

Werner Prill: Herr Sturm, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin eine erfolgreiche Messe.


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