Universität Greifswald beteiligt sich am „Deutschen Frühling – Saksa Kevad“ in Estland

Universität Greifswald. Foto: M.M.

Vom 20. März bis zum 10. April 2019 präsentiert sich das Land Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Kulturveranstaltung „Deutscher Frühling – Saksa Kevad“ in Estland. Die Universität Greifswald beteiligt sich mit verschiedenen Veranstaltungsformaten an dem mehrwöchigen Kulturfestival, das zum Ziel hat, Deutschland als ein interessantes, modernes und vielseitiges Land vorzustellen.

Seit Jahrzehnten pflegt die Universität Greifswald auch dank der Hochschulpartnerschaft mit der Universität Tartu enge Verbindungen mit Estland. Die Beteiligung am Deutschen Frühling lag daher nahe. „Ich freue mich, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität Greifswald am Deutschen Frühling in Estland beteiligen.

Besonders freuen wir uns, mit dieser Veranstaltung die bestehenden Beziehungen weiter auszubauen“, sagt Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber.

Ein Programmpunkt ist das interdisziplinäre Forum „Border in My Mind – Läänemeri meets Ostsee“ zum Thema Grenze. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des erst Ende Februar gestarteten Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) werden gemeinsam mit Kollegen der Universität Tartu die historische Dimension der deutsch-estnischen Verflechtungen in Kunst, Handel und Politik sowie die Rolle des Meeres thematisieren.

Das Baltikum und insbesondere Estland nehmen eine zentrale Stellung zwischen den verschiedenen Mächten im Ostseeraum ein. Mit dem kulturellen Erbe deutscher, schwedischer und russischer Fremdherrschaften vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein und der gegenwärtigen wirtschaftlichen sowie politischen Stärke junger Nationen geben die baltischen Staaten wichtige Impulse für Konfliktlösungen und Kooperationen im Ostseeraum. Letzteres steht im Fokus der Forschungsfragen des IFZO.

Was Orte mit Menschen machen und wie sie sich in der Literatur widerspiegeln, das ist das Thema des Literaturgesprächs „Texte – Spuren – Orte“. Erstmalig treten zwei Gewinnerinnen sowie ein Gewinner des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam auf, um ausgewählte Texte vorzustellen.

Mit dabei ist unter anderem Berit Glanz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen an der Universität Greifswald ist, sie schreibt Theaterstücke und Prosa. Slata Roschal hat bereits Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften veröffentlicht und studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik an der Universität Greifswald, derzeit promoviert sie an der LMU München.

Verbindende Elemente der Kulturen des Ostseeraumes sind Orgelbau und Orgelmusik. Prof Dr. Matthias Schneider, Direktor des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaft, präsentiert im Rahmen von zwei Konzerten in der Nikolaikirche in Tallinn Norddeutsche Barockmusik sowie zeitgenössische Orgelkompositionen.

Darüber hinaus wird Prof. Schneider einen Meisterkurs an der Tallinner Musik- und Theaterakademie geben. Ein besonderer Dank gilt Prof. Andres Uibo, dessen Hilfe und Anregungen das Gastkonzert von Matthias Schneider und den Meisterkurs möglich gemacht haben. Die Kooperation zwischen beiden Orgelprofessuren nahm im Rahmen des Nordischen Klangs 2018 ihren Auftakt.

Auch engagierte Studierende beteiligen sich am Deutschen Frühling. Der international ausgerichtete und universitätsnahe Verein Greifswald Model United Nations simuliert gemeinsam mit Studierenden der Partneruniversität Tartu eine Konferenz der Vereinten Nationen.

Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Nachhaltige Entwicklung im Nahen Osten“. Völkerverständigung, Multilateralismus und ein konsequenter Einsatz für den Frieden in der Welt sind die im Verein gelebten Überzeugungen. Die internationalen Beziehungen werden im Rahmen des „Deutschen Frühlings“ nicht nur simuliert, sondern auch praktisch gepflegt.

Weitere Informationen

Seit 2010 präsentiert sich Deutschland mit dem „Deutschen Frühling“ in Estland. Das Goethe-Institut Estland sowie die Deutsche Botschaft Tallinn organisieren mit einer Fülle an estnischen Partnern die mehrwöchige Kulturveranstaltung. Ziel des „Deutschen Frühlings“ ist es, Deutschland als ein interessantes, modernes und vielseitiges Land vorzustellen.

Pressemitteilung der Universität Greifswald