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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Innenminister würdigt Präventionsarbeit in der Hansestadt Stralsund

Insgesamt 14.200 EUR Förderung für Präventionsarbeit der Stadt

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten aus der Hansestadt Stralsund hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in der Stadt informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

„Wir können Straftaten und Gewalt nur dann dauerhaft erfolgreich vorbeugen und verhindern, wenn vor Ort die staatlich zuständigen Stellen mit engagierten nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten. Dafür ist die Hansestadt Stralsund ein besonders gutes Beispiel“, betonte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist. „Seit vielen Jahren zählt Stralsund in der gesamtgesellschaftlichen Präventionsarbeit zu den Vorreitern in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist damit bespielgebend für andere Städte und Landkreise“ so Caffier.

Hervorzuheben sind vor allem die kontinuierliche Arbeit des Kommunalen Präventionsrates, das große Engagement des Vereins zur Förderung der Kriminalprävention in Stralsund e.V. und die vielfältigen Projekte und Initiative von Vereinen, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen der Stadt. In den nächsten Jahren komme es nach den Worten von Minister Caffier darauf an, diese Stärke und guten Erfahrungen auch in den neu zu bildenden großen Landkreis einzubringen.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung zu festigen und weiter auszubauen, hat der Stralsunder Präventionsrat kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 4.610 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist.

„Ich erwarte von dieser neuen Fördermöglichkeit, dass die Kommunalen Präventionsräte landesweit mehr noch als bisher eine koordinierende Funktion in der  Präventionsarbeit der staatlichen und nichtstaatlichen Partner vor Ort wahrnehmen“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Über die direkte Förderung des Kommunalen Präventionsrates hinaus unterstützt der LfK aber auch in diesem Jahr wieder mehrere Einzelprojekte in der Stadt.

So erhält das Kreisdiakonische Werk Stralsund für das Projekt  „Straffrei und sicher im Netz“ 2.329,60 EUR. Der Verein bietet mit diesem Projekt für Jugendliche sowie Eltern, Pädagogen und andere soziale Bezugsgruppen ein umfangreiches Informationsangebot rund um die Gefahren und Risiken der neuen Medien. Er greift damit zugleich einen sehr aktuellen Arbeits-schwerpunkt des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung auf, der auch im Mittelpunkt des 6. Landespräventionstages am 16. November 2011 in Schwerin stehen wird.

Die vom Verein zur Förderung der Kriminalprävention in Stralsund organisierte Präsentation des bundesweit bekannten Projektes „Mein Körper gehört mir“ wird mit 4.764,80 EUR unterstützt. Es handelt sich dabei um ein Theaterstück, das in Kombination mit den entsprechenden Vor- und Nachbereitungen Kinder im Grundschulalter gegen sexuelle Übergriffe sensibilisiert und kindgerechte Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Insgesamt 22 Stralsunder Schulklassen wird das Projekt in diesem Jahr angeboten.

Außerdem erhält der Verein zur Förderung der Kriminalprävention in Stralsund für die Absicherung einer Vielzahl kleinerer Präventionsaktivitäten, die der Verein in Abstimmung mit dem Kommunalen Präventionsrat der Stadt vorbereitet und durchführt, 2.488 EUR.

Insgesamt unterstützt der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung somit die Präventionsarbeit der Hansestadt Stralsund in diesem Jahr mit ca. 14.200 EUR.

Dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung stehen für dieses Jahr erneut 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 114.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 212.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

Weitere Informationen zum Landesrat für Kriminalitätsvorbeu-gung und zu dessen Förderprogramm finden Interessenten im Internet unter www.kriminalpraevention-mv.de.

Quelle: Innenministerium MV


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