Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

In Sichtweite: Die Landtagswahl M-V 2016

SPD weiter im politischen Sinkflug…

Noch zwei Monate bis zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 4.September. Es beginnt die heiße Phase der Wahlkämpfe. Von den Plakaten lächeln uns die Spitzen-Kandidaten der einzelnen Parteien an. Überall stehen Info-Stände mit umfangreichen Informationsmaterialien über Ziele, Strategien und Konzepte der einzelnen Parteien, die nicht zuletzt mit exorbitanten Geldern der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanziert wurden.

Zwischen Lobpreisen und latenter Kritik

Die Regierenden preisen ihre angeblichen Erfolge und die Opposition stellt, zumindest latent, man könnte ja bald mitregieren, die Misserfolge der Regierenden heraus. Noch nie gab es so viele geschönte Statistiken wie in Wahlkampfzeiten, da wird frisiert, was die Statistik hergibt, wobei manche ausgebildete Friseurin, oder „neu-deutsch Hair-Stylistin“, ins Staunen gerät. Sogar die schwer erkämpften Erfolge der DFB-Auswahl bei der EM in Frankreich müssen zum inszenierten „Uns allen geht es doch gut!“-Feeling herhalten.

Wir schufen was?!

„Wir schaffen das!“. „Na klar, am besten ohne Euch!“, möchte man manchen Regierenden zurufen, wenn dann wieder Kugelschreiber, Luftballons und Glasmurmeln mit entsprechendem Partei-Etikett angeboten werden.

„Das Volk“ spielt aber nicht mehr so richtig mit. Große Sensation in Deutschland, speziell in M-V, dem Land der Schlafschafe, Hamster und Lemminge, die immer treu und brav ihren politischen Oberhäuptern folgten bzw. folgen und sich am Ende über das wundern, was sie vorher hätten wissen können.

Unter 30-Prozent-Parteien

Inzwischen gibt es auch die neuesten Umfrage-Zahlen, die besagen, dass die CDU auf niedrigem Niveau zulegt und bei 25 Prozent liegt. Die SPD ist weiter im politischen Sinkflug, kommt auf 22 Prozent. Die Alternative für Deutschland kommt den angeblichen „Volksparteien“ immer näher, weist 19 Prozent auf. Die Linke bleibt stabil bei 17 Prozent. Die Grünen sollten relativ sicher in den Landtag kommen (7 Prozent). FDP und NPD kratzen an der 5 Prozent-Marke.

Wie weiter, SPD?!

Tja, den sozialdemokratischen Regiermeisterinnen und Regiermeistern, seit 1994, also seit fast einem Vierteljahrhundert, Regierungspartei in M-V, wird vom „gemeinen Volk“ nicht mehr so recht getraut. Viel versprochen, wenig gehalten. Erfolge gab es durchaus, in Forschung, Mittelstandsentwicklung, Sport  oder Kultur, diese aber nun der SPD (und der CDU) zuzurechnen, käme gleich, dem morgendlichen  Kikeriki des Hahnes den Sonnenaufgang zuzuschreiben.

Die Damen und Herren Sozial- und Christdemokraten wirken abgehoben, leben an den Realitäten vorbei, denken stereotyp, teilen das Volk in „Linke“ und „Rechte“ ein und merken nicht, dass ihr Tun immer skeptischer betrachtet wird. Es werden immer neue Koalitionen geschmiedet, selbst mit Erz-Gegnern von einst, nur um sich den Einfluß auf die Geld-, Macht- und Entscheidungs-Töpfe zu erhalten.

Bestenfalls toleriert

Bürgerinitiativen werden bestenfalls toleriert, hingehalten oder als lästiges Übel angesehen. Man möchte beim Ausüben der Macht ja nicht gestört werden. Tut man dieses dennoch, wird – natürlich nur verbal – mit Kanonen geschossen, Freigeister ignoriert oder subtil zerstört, Andersdenkende diffamiert. Alles nachweisbar. Man lese nur die Mainstream-Presse und mache dort einmal – erstes Semester Journalismus – eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse… Früher nannte man so etwas „vorauseilenden Gehorsam“. Schon vergessen?!

Änderung in Sicht?!

Werden die Landtagswahlen am 4.September „irgendetwas“ ändern? Natürlich nichts Grundlegendes. Die SPD wird sich schon die passende Koalition „zusammen schustern“, sei es mit der CDU, mit Linkspartei und Grünen oder mit der Linkspartei und der „Partei der fröhlichen Leute“, die vielleicht auch noch den Einzug in das Schweriner Schloss schaffen wird, vorher aber noch gegründet werden muß…

M-V im Sommer 2016… Politischer Mehltau liegt noch über dem Land. Ein wenig politische Bewegung täte dem Nordosten mehr als gut.

Kommentar – Dr. Marko Michels

 


Ähnliche Beiträge