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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Im Übergang Schule und Beruf das Beste herausholen

Erste Denkwerkstatt Regionales Übergangsmanagement brachte Ergebnisse

Schule beendet. Und ab in den Beruf. Doch der Übergang von Schule zum Beruf ist ein Irrgarten. Parallele Wege, sich überschneidende Kreuzungen, Sackgassen. Jugendliche finden sich hier kaum zurecht. „Die Angebote in der Übergangsphase von der Schule zum Beruf sind in ihrer Vielzahl unübersichtlich und gehen oftmals an der Realität vorbei. Es wird Veränderungen geben, ob wir das wollen oder nicht“, so deutlich wurde am 26. September Matthias Horn, Leiter der Stabsstelle für Regionalentwicklung bei Landrat Ralf Drescher während der ersten Denkwerkstatt des Regionalen Übergangsmanagement. Dort kamen Mitarbeitende von Jugendhilfe- und Bildungseinrichtungen, von Unternehmerverbände, Handwerkskammern und Arbeitsmarktakteure zusammen, um über das sogenannte Regionale Übergangsmanagement zu diskutieren und sich über das Projekt „Leuchtturm“ in Nordvorpommern samt Koordinierungsstelle zu informieren.

„Für uns kann es nur darum gehen, die besten Anbieter, Programme und Angebote für die Berufseinsteiger in unser aller Interesse herauszufinden und dementsprechend zu stärken. Gerade angesichts dramatisch sinkender EU-Zuweisungen und Schülerzahlen können wir nicht die Augen vor der Situation verschließen, sondern müssen handeln. Was Auswirkungen auf Träger und Empfänger von Ausbildungen haben wird“, fuhr Matthias Horn fort und ist sich bewusst, dass es Widerstand geben wird. 2013 wird also ein Wendejahr in vielerlei Hinsicht sein.

Um diese schwierige Aufgabe zu meistern, hat sich der Altkreis Nordvorpommern um das Bundesprojekt „Regionales Übergangsmanagement“ (RÜM) beworben und den Zuschlag erhalten. Antje Post und ihr Team konnten für den Landkreis gewonnen werden und wollen bis 2013 eine Bestandsaufnahme durchführen. Das heißt, Projekte und Programme im Übergang von Schule in den Beruf beschreiben und analysieren. Weiterhin werden sie aber auch ermitteln, welche genauen Angebote Jugendliche, ihre Eltern und die künftigen Arbeitgeber überhaupt benötigen. Und dabei gilt es sicherlich auch die Finger in Wunden zulegen. Transparenz ist oberstes Gebot.

Die erste Denkwerkstatt brachte bereits erste Ergebnisse. So besteht ein großer Bedarf bei der Klärung von Fachthemen, wie Mobilität von Schülern für überregionale Praktika oder die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft. Großes Echo fanden auch die durch das „Leuchtturm-Team“ erfolgte Schülerbefragung rund um die Berufsvorbereitung in der Schule und Berufswünsche sowie die Bestandsaufnahme von Angeboten im Übergang. Gespannt ist man auf die Ergebnisse, die ausgewertet im November vorliegen. Ein Informationssystem in Form einer Landkarte auf der Internetseite von RÜM (www.lk-nvp.de/ruem) wird dann sämtliche Übergangsangebote darstellen. Deren hochgradige Aktualität wurde bei der Denkwerkstatt eingefordert. „Mit der Hilfe des Regionalen Übergangsmanagements wird 2013 öffentlich sichtbar sein, welche Übergangsangebote es gibt und was sie für die Jugendlichen tatsächlich bringen. Dann sehen wir, was erfolgreich ist und was nicht. Durch RÜM wollen wir für Nordvorpommern das Beste herausholen“, so Antje Post abschließend. Die nächste Runde der Denkwerkstatt ist für Dezember geplant.

ap


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