Nachgefragt bei Nadja Schriever,  Leiterin der Presse- und Marketingabteilung bei „Karls“

Gegenwärtig ist wieder Eiszeit. Gerade sportlich. In den Eissportarten, wie Eisschnelllaufen, Short Track und Eiskunstlaufen, sowie im Schlittensport, wie Rennrodeln, Skeleton und Bobsport, hat die Winter-Saison 2017/18, auch wenn die Temperaturen anderes aussagen,  mit den verschiedenen Weltcup-Wettbewerben und „Grand Prix“-Wettkämpfen längst begonnen. Die Winter-Sportlerinnen und Winter-Sportler blicken längst zu Winter-Olympia im Februar 2018.

Auch die vorweihnachtliche Zeit ist vor dem unmittelbaren Auftakt. Bald beginnen wieder die verschiedenen Weihnachtsmärkte im Land, so in Schwerin (27.11.-30.12.), Rostock (27.11.-22.12.), Neubrandenburg (27.11.-22.12.), Wismar (27.11.-22.12.), Stralsund (28.11.-22.12.), Greifswald (1.12.-20.12.), Güstrow (8.12.-17.12.) und in vielen anderen Orten in M-V…

In der Startphase ist jedoch auch Karls 15.Eiswelt, die am 9.Dezember beginnt. 2017/18 steht diese – aus aktuellem Anlass – unter der Thematik „Die geheimnisvolle Stadt – 800 Jahre Rostock“.

Karls Eiswelt in Rövershage wird also aktuell wieder eine gelungene Kombination aus Eis, Kunst, Geschichte und Geschichten bieten.

Nachgefragt bei Nadja Schriever, Leiterin der Presse- und Marketingabteilung bei „Karls“

Nadja Schriever über die neue „Eiswelt“ zum Rostocker Stadtjubiläum sowie die Idee dazu, über die Eis-Künstlerinnen bzw. -Künstler vor Ort, die logistischen Herausforderungen bei der Schaffung der Eis-Skulpturen und die kommenden Feiertags-Angebote in Rövershagen

„Die Arbeit lohnt sich immer wieder…“

Frage: Es ist wieder „Eiszeit“ in Rövershagen… Welche Highlights gibt es nun 2017/18? Warum lohnt sich auch 2017/18 wieder ein Besuch bei Ihnen?

Nadja Schriever: Grundsätzlich lohnt sich natürlich immer ein Besuch in Karls Erlebnis-Dörfern. Ganz besonders jedoch zur Weihnachtszeit, wenn festlich geschmückte Scheunen, wärmende Feuerschalen, Probierstände mit köstlichem Erdbeerglühwein oder stimmungsvolle Lichtspiele zwischen beleuchteten Tannen und tuckernden Traktoren eine einzigartige Stimmung erzeugen. Diesen Winter haben wir dabei gleich zwei neue Attraktionen. Neben unserer bewährten Weihnachtswerkstatt und einer riesigen Schlittschuhbahn locken ab sofort ein fünf Meter hoher Rodelberg und eine neue Eisstockbahn auf die Pisten. Die kostenlosen Erlebnisse lassen garantiert niemanden kalt.

Frage: Wann reifte die Idee, das Rostocker Stadtjubiläum 2018 in den Fokus zu rücken? Vielleicht vorweg: Werden die prägnantesten Bauten Rostocks auch in Rövershagen zu sehen sein?

Nadja Schriever: Die Idee hatte Karls-Inhaber Robert Dahl bereits im Frühjahr, als parallel bei der Hansestadt Rostock die Planungen für das große Jubiläumsjahr auf Hochtouren liefen. Kurzerhand erhielt er die Unterstützung von Oberbürgermeister Roland Methling. Damit konnten die Planungen für die Eiswelt 2017/2018, welche nicht nur die bedeutendsten Bauten der Hansestadt in Eis fasst, sondern auch jede Menge kuriose Geschichten rundherum liefert, beginnen.

Frage: Wie viele Künstlerinnen bzw. Künstler waren an der neuen Eiswelt beteiligt? Wie lange dauert es, bis die neue Eiswelt 2017/18 erschaffen wird?

Nadja Schriever: Unter der künstlerischen Leitung von Othmar Schiffer-Belz, der seit dem Jahr 2004 bereits mehr als 15 Eis-, Schnee- und Sandfiguren-Ausstellungen von Karls Erlebnis-Dörfern inszeniert hat, entwerfen in Rövershagen insgesamt 22 Künstler aus zehn Ländern die Figuren und Geschichten aus Eis. Unter den vielfach prämierten Virtuosen sind Eisschnitzweltweister wie der aus Moskau stammende Sergey Tselebrovskiy, die Bildhauerin Maija Puncule aus Lettland oder die australische Eiskünstlerin Anne Marie Taberdo. Weitere Eiskünstler kommen aus Irland, Japan, dem Senegal, der Tschuwaschischen Republik, Thailand und der Mongolei an die Ostseeküste, um binnen vier Wochen Rostocks bewegte Vergangenheit in Eis zu fassen.

Frage: Welche logistischen Herausforderungen gilt es dabei zu meistern? Und: Wie entwickelte sich der Zuspruch zur Eiswelt in den letzten Jahren?

Nadja Schriever: Die größte logistische Herausforderung ist der sehr eng gestrickte Zeitplan. Zwischen dem Abbau der alten Eiswelt „Moby Dick“ und der Eröffnung der neuen Eiswelt liegen beziehungsweise lagen nur rund sechs Wochen. Deshalb musste die Vorausplanung sehr genau sein. Diese begann mit der Bestellung der benötigten Eisblöcke und deren Produktion in einer Eisfabrik und findet in der Auswahl der einzelnen Themen ihren Höhepunkt. Besonders herausfordernd ist, dass der kreative Prozess immer wieder auch gestalterische Veränderungen mit sich bringt und den Zeitplan arg strapaziert. Ebenso ist es ein Kunststück, die besten Eiskünstler der Welt zu engagieren und für den vorgegeben Zeitraum zu gewinnen. Dass sich die Arbeit lohnt, haben wir in den vergangenen 14 Jahren gesehen. Die letzte Eiswelt, welche im November endete, konnte mehr als 170.000 Besucher begrüßen.

Frage: Die Feiertage im Dezember sind ganz nah. Gibt es auch spezielle Angebote zu Weihnachten und zum Jahreswechsel? Wie sind die Öffnungszeiten an „normalen“ wie zu den Feier-Tagen?

Nadja Schriever: Alle Karls Erlebnis-Dörfer haben täglich, auch an den Feiertagen, von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. An den Weihnachtstagen sowie zum Jahreswechsel locken wir große und kleine Besucher mit unserem festlichen Weihnachts- beziehungsweise Silvesterbrunch. Daneben warten natürlich an allen Wintertagen unser leckeres Entenessen und jede Menge heimelige Erlebnisse im Rahmen des vierten Erlebnis-Winters auf Besucher.

Vielen Dank, dann regen Zuspruch für die neue „Eiszeit“ in Rövershagen und weiterhin alles erdenklich Gute!

Die Fragen stellte: Marko Michels.

Fotos (Wolfgang Gross): 2015/16, bei Karls 13.Eiszeit in Rövershagen, durfte mit dem Orient-Express gereist werden…