Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Im Fokus: Der Heimattierpark in Greifswald

Ein Rück- und Ausblick

Der Heimattierpark Greifswald wird im kommenden Jahr runde 60. Eine beliebte Einrichtung der Stadt Greifswald, die im Laufe der Zeit immer attraktiver wurde. Zahlreiche Umbauten, Neubauten und Erweiterungen kennzeichneten die Entwicklung des Heimattierparkes Greifswald.

Frohe Ostern

Aber wie ist die gegenwärtige Situation, so relativ kurz vor Jahresende, im Heimattierpark ?!

Nachgefragt

F.Tetzlaff vom Heimattierpark Greifswald zum „tierischen“ Jahr 2015

„Auch im Heimattierpark Greifswald läßt sich immer etwas entdecken…“

Frage: Die Herbstzeit ist bekanntlich eine triste. Wie sieht es da im Heimattierpark Greifswald aus?

Frank Tetzlaff: Bekanntlich hat ja jede Jahreszeit ihre Reize und so lohnt es sich auch im Herbst, einen ausgedehnten Spaziergang durch unsere Anlage zu unternehmen. Besonders die Spätblüher, die herbstliche Dekoration mit Kürbissen, Kastanien oder Äpfeln und die Färbung des Laubes sorgen für eine tolle Stimmung.

Aber auch im Tier-Bestand lässt sich immer etwas entdecken. So sind die „wuseligen“ Erdmännchen mit ihren zwei Jungtieren ebenfalls in dieser Jahreszeit sehr aktiv und unsere Affendame Sternchen hat erst vor wenigen Tagen ein Jungtier geboren.

Frage: In den letzten Jahren wurde der Heimattierpark Greifswald immer attraktiver. Was waren die besonderen Neu- und Umbauten in Ihrer Einrichtung in diesem Jahr? Welche Veranstaltungen fanden regen Zuspruch?

Frank Tetzlaff: Pünktlich zum Osterfest konnten wir unsere begehbare Storchen-Anlage eröffnen. Hier sind nun aus nächster Nähe unsere Weißstörche bei der Aufzucht ihrer Jungen zu erleben. Vier Pampashasen und farbenfrohe Enten bevölkern ebenfalls diese Anlage und sorgen für interessante Beobachtungen.

Ein weiteres Projekt was wir in diesem Jahr abschließen konnten, ist die Erweiterung der Erdmännchen-Anlage. Die Tiere haben nach dem Umbau wesentlich mehr Platz zur Verfügung und können auch während der kalten Wintermonate im Warmhaus gut von den Besuchern beobachtet werden.

Alles wurde mit moderner Technik ausgestattet und die Anlage wurde durch die natürliche Gestaltung auch optisch sehr aufgewertet. Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es auch Menschen mit Handicap, das Treiben im Gehege gut zu verfolgen.

Weitere Baumaßnahen waren in diesem Jahr die Neugestaltung des alten Eingangsbereiches und die Ergänzung der Terrarien-Anlage in der Zoo-Schule.

Zu Ostern, aber auch zum Sommer- und Herbstfest, konnten wir wieder zahlreiche Besucher begrüßen und mit vielen Angeboten nicht nur die Kinder begeistern.

Frage: Wie viele Tiere bzw. Tierarten leben zur Zeit, Herbst 2015, im Heimattierpark Greifswald ?

Frank Tetzlaff: Die Anzahl der Arten und Tiere ist natürlich täglichen Schwankungen unterzogen und eine genaue Tierzählung findet immer am Anfang eines neuen Jahres statt. Aber momentan halten wir knapp 600 Individuen in circa 80 Arten.

Frage: Welche Veranstaltungshöhepunkte wird es in diesem Jahr noch bei Ihnen geben ? Ist noch etwas „Spezielles“ geplant ?

Frank Tetzlaff: Wir haben in diesem Jahr noch am 11.November einen Lampionumzug zum Martinstag geplant. Am 20.November gibt es ab 16.30 Uhr eine Vorlese-Stunde mit kleiner Tierschau und anschließender Filmvorführung in der Zooschule. Und als Jahresausklang bieten wir am 5.Dezember „Weihnachten bei den Tieren“. An diesem Tag wird ein Weihnachtsbaum für die Tiere geschmückt, gebastelt und zur Führung eingeladen.

Frage: Was ist bereits für 2016 geplant?

Frank Tetzlaff: Wir wollen noch 2015 mit den Arbeiten für die neue Stachelschwein-Anlage beginnen. Abgeschlossen sollen diese dann im Frühjahr 2016 werden. Weiterhin soll der Tierpark eine Auffangstation für verletzte Wildvögel erhalten, was unsere ganze personelle und finanzielle Kraft erfordern wird. Weiter Vorhaben sind der Gehege-Bau für Baumstreifenhörnchen, eine Kaninchen-Anlage und ein Spielplatz am Café.

Vielen Dank, weiterhin bestes Engagement für den Heimattierpark Greifswald und erfolgreiche Veranstaltungen 2015/2016!

Marko Michels

Foto/Michels


Ähnliche Beiträge