Nachgefragt bei Karin Franz

Das neue Jahr hat längst begonnen und auch im Müritzeum in Waren gibt es seit den ersten Januartagen wieder viel Zuspruch. In den „restlichen“ knapp mehr als 350 Tagen 2017 stehen ebenfalls  zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Wie bewertet nun Karin Franz, Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Marketing des Müritzeums, das zurückliegende Jahr 2016?! Was kommt 2017?! Wir haben einmal nachgefragt.

„Ein Ort des Erfahrens, des Informierens, aber auch der Erholung und Entspannung…“

Frage: Das Jahr 2016 ist längst Historie. Wie verlief das 2016er Jahr dabei für das Müritzeum? Wie viele Besucher kamen? Welche Veranstaltungen und Ausstellungen begeisterten besonders?

Karin Franz: 2016 war für uns ein besonderes Jahr, denn die Naturhistorischen Sammlungen Mecklenburg-Vorpommern, die wir bewahren, sind 150 Jahre alt geworden. Dieses haben wir im Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art gefeiert. Rund 160.000 Besucher kamen ins Müritzeum. Viele davon kamen auch wegen der Sonderausstellung „Ein SCHATZ der WISSENschafft“, die wir anders als sonst von März bis November zeigten und welche die Sammlungen in den Mittelpunkt rückten.

Wie viele Besucher die Wanderausstellung mit gleichem Titel in Schwerin, Rostock und Greifswald besuchten, können wir leider nicht beziffern. Aber auch dort nutzten viele die Gelegenheit, sich über die Geschichte der bedeutenden Sammlungen zu informieren.

Unser jährlich stattfindende Kinder-Umwelttag hatte ebenfalls ein Jubiläum, denn er fand zum zwanzigsten Mal statt. Und wieder kamen rund 850 Kinder, die mit viel Spaß die verschiedenen Stände der Partner zu den Themen Natur und Umwelt besuchten.

Immer ausgebucht waren die speziellen Führungen hinter die Kulissen. Zum Internationalen Museumstag und zum Tag der offenen Tür im Haus der Sammlungen konnten Besucher mit den Mitarbeitern einmal in den Sammlungsräumen in die Schränke schauen.

Ich denke, wir haben es mit dem Programm des Jubiläumsjahres geschafft, vielen Besuchern die Augen zu öffnen, was hinter dem Müritzeum steht, nämlich eine einzigartige Sammlung naturhistorischer Exponate aus Mecklenburg-Vorpommern, die wirklich ein wahrer Schatz der Wissenschaft sind.

Frage: Was werden die Veranstaltungshöhepunkte 2017 sein?

Karin Franz: 2017 steht im Zeichen der Veränderungen. Nach 10 Jahren Müritzeum sind wir nun froh, dass mit langersehnten Fördermittel nun einige bauliche Veränderungen stattfinden können.

Trotz der Umbauten werden wir aber mit Sonderausstellungen, Aktionstagen und einer Festveranstaltung das kleinere Jubiläum feiern.

Noch bis Mitte Februar kann man bei uns die brillanten Naturfotos in der Ausstellung „Glanzlichter“ sehen. Dann geht es weiter mit dem Thema Fotografie in der nächsten Sonderausstellung. Die Geschichte der Fotografie wird erzählt und wir werden mit eigenen Exponaten die Ausstellung ergänzen. Über die Sommerzeit wird es sich in einer Ausstellung um das Rotwild handeln. Ein spannendes Thema, denn diese Ausstellung wird gemeinsam mit der Deutschen Wildtierstiftung entstehen und mit Informationen aus dem Müritz-Nationalpark ergänzt.

Ein Höhepunkt soll die Festveranstaltung zum 10jährigen Bestehen des Müritzeums im Oktober werden.

Frage: Wie sieht der Jahresauftakt im Müritzeum aus?

Karin Franz: Wie bereits angesprochen, stehen wir unmittelbar vor einer baubedingten Schließzeit. Dies ist notwendig, damit die Gewerke schnell die notwendigen Arbeiten beenden können und wir dann mit dem Ferienstart im Februar wieder einen normalen Publikumsverkehr haben. Das ist ein ungewöhnlicher, aber für uns erfreulicher Jahresauftakt.

Letzte Frage: Welche Ziele und Ambitionen hat das MÜRITZEUM über das Jahr 2017 hinaus?

Karin Franz: Wir wollen unter dem Motto „Natur unterm Dach“ noch stärker die Naturerlebnis-Ausstellung neben der Aquarien-Landschaft in das Bewusstsein rücken. Und wir wünschen uns, dass die Gäste der Müritz-Region ihren Aufenthalt mit einem Besuch bei uns starten, um mit den hier gewonnen Eindrücken und Informationen die Natur der Mecklenburgischen Seenplatte noch intensiver erfahren zu können.

Für die Einheimischen möchten wir ein Ort der Erholung und Entspannung sein, in den es sich lohnt immer wieder vorbeizuschauen, denn mit den wechselnden Sonderausstellungen und dem Ambiente des Museumsgarten bietet sich zu jeder Jahreszeit ein Besuch an.

 

Vielen Dank, weiterhin bestes Engagement für das Müritzeum und ein erfolgreiches Müritzeum-Jahr 2017!
Die Fragen stellte: Marko Michels.