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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Historisch-Technisches Museum Peenemünde nachhaltig unterstützen

Vor dem Hintergrund der morgigen Abstimmung über eine Mehrheitsbeteiligung an der „Historisch-Technisches Museum Peenemünde GmbH“ fordert der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, dass sich das Land nachhaltig für Museum engagieren muss.

„Wir begrüßen die vorgeschlagene Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent, haben aber Zweifel an der Tragfähigkeit des Konzepts der Landesregierung“, erklärte Koplin am Dienstag in Schwerin. So sei nicht zu erkennen, wie das Museum auf ein wirtschaftlich stabiles Fundament gestellt werden könne. „Die Beteiligung des Landes mit 12 750 Euro am Stammkapital bei zeitgleicher Befristung der Projektförderung für die Geschäftsführung bis 2011 und gänzlicher Ablehnung einer institutionellen Förderung zeugen nicht von einem nachhaltigen Engagement“, so Koplin. Ein Museum von dieser internationalen Bedeutung und einer derartigen Dimension müsse auf eine dauerhafte Unterstützung durch das Land bauen können.

„Einerseits erhöht die Landesregierung mit ihrem Konzept die inhaltlichen Ansprüche an die museale und Bildungsarbeit, andererseits zieht sie sich schleichend aus deren Finanzierung zurück“, kritisierte Koplin. Ein solcher Ansatz sei zumindest widersprüchlich. Aus Sicht der Linksfraktion muss auch über das Jahr 2011 hinaus die kaufmännische Geschäftsführung landesseitig unterstützt werden. Darüber hinaus gilt es neueste Erkenntnisse der Gedenkstättenpädagogik zur Anwendung zu bringen, also entdeckendes Lernen zu ermöglichen. „Auch dieser qualitative Anspruch hat seinen Preis“, so Koplin. „Angesichts immer wiederkehrender Versuche der Umdeutung der Geschichte und dem einseitigen Glorifizieren technischer Errungenschaften ist politische Bildung am historischen und musealen Ort Peenemünde dringender denn je“, betonte Koplin.


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