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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Hilfspaket für die Fischer

Ute Schildt /  Beate Schlupp: Koalition verständigt sich auf Hilfspaket in Höhe von 1 Mio. Euro für die Fischer – Soforthilfe notwendig nach erneuter Kürzung der Fangquoten

Wie die agrarpolitischen Sprecherinnen der Koalitionsfraktionen mitteilten, haben sich SPD und CDU im Rahmen der Haushaltsberatungen auf ein Hilfspaket für die Kutter- und Küstenfischer verständigt. Den durch die Herabsetzung der EU-Fangquoten in Bedrängnis geratenen Kutter- und Küstenfischern wird das Land mit 1 Mio. Euro Soforthilfe unter die Arme greifen.

Dazu erklärte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schildt:

„Die Kutter- und Küstenfischer in unserem Land befinden sich in einer existenziellen Notlage, nachdem im Oktober die EU-Fangquoten für das nächste Jahr erheblich reduziert worden sind. So ist z. B. die Fangquote für den Hering in der westlichen Ostsee um 16,5 Prozent herabgesetzt worden. Für die betroffenen Fischer bedeutet das einen existenzbedrohlichen Einkommensverlust von rund 2,5 Mio. Euro. In dieser Situation aus Landesmitteln eine Soforthilfe zu leisten, ist aus unserer Sicht unumgänglich, wenn wir nicht riskieren wollen, dass eine große Anzahl von Fischern ihren Betrieb aufgeben muss. Ich freue mich daher sehr, dass wir uns trotz knapper Haushaltsmittel auf diese Soforthilfe verständigen konnten – im Interesse der Fischerei in unserem Land!“

Die agrarpolitische Sprecherin in der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, unterstrich:

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir die erneuten Quotenkürzungen ablehnen und alles tun werden, damit diese nicht zum Todesstoß für die Kutter- und Küstenfischer werden. Das Land wird die Erlösrückgänge infolge der Quotenkürzung im Jahr 2010 deshalb teilweise auffangen. Das Land hilft mit 1 Million Euro. Ab dem Jahr 2011 ist gesichert, dass die Kutter- und Küstenfischer aus Mitteln der Europäischen Union unterstützt werden. Dies war 2010 noch nicht möglich, weil die erforderlichen Managementpläne zur Bestandregelung noch nicht vorliegen.“

Jutta Hackert


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