Die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Ilka Lochner-Borst, sehe in dem FDP-Landtagsabgeordneten Hans Kreher einen guten ersten Träger für den noch zu schaffenden Großen Plagiat-Preis des Landtages.

„Hans Kreher hat sich heute redlich bemüht und nach seiner Rede zum Bologna-Prozess kann man feststellen: Er hat den Preis verdient. Exzellent und auf kein Wort verzichtend hat er die Rede des FDP-Bundestagsabgeordneten Uwe Barth, die dieser am 6. Mai 2009 im Deutschen Bundestag hielt, heute im Landtag als eigenes Werk vorgetragen. Eine tolle Leistung für einen Lehrer, der doch eigentlich eine gewisse Vorbildwirkung vor allem für die jugendlichen Zuschauer auf der Besuchertribüne für sich in Anspruch nehmen sollte. Er hat damit dem Berufsethos der Lehrerinnen und Lehrer einen schlechten Dienst erwiesen. Der Verzicht des Bildungsministers auf seinen Redebeitrag hat aber noch einmal verdeutlicht, wie man mit solchen Vorgehensweisen umzugehen hat.

Inhaltlich gilt es festzustellen, dass die Flexibilisierung der Studiendauer bei Bachelor-Studiengängen und Begrenzung der Studienfülle, verbesserte Anerkennungsgarantien der Studienleistungen bei Hochschulwechsel sowie die Erleichterung der Mobilität der Studierenden Ziel ist und Ziel bleibt. Deshalb sieht auch die CDU-Fraktion die Notwendigkeit, inhaltlich über Änderungen zu sprechen. Einen entsprechenden Antrag zur Tagesordnung des Bildungsausschusses werden wir vorlegen. Dafür sind keine Rezitationen im Plenum des Landtages erforderlich“, so Ilka Lochner-Borst.

Jutta Hackert