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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Hamburg-Triathlon: Jarrod Shoemaker landet Überraschungssieg

Steffen Justus bester Deutscher

Hunderttausende feiern Triathlonfest in Hamburg
Der Sieger des Männer Eliterennens in der Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Hamburg 2009 heißt Jarrod Shoemaker. Der 27-jährige US-Amerikaner verwies nach einer taktischen Meisterleistung den Australier Brad Kahlefeldt sowie den Russen Alexander Brukhankov auf die Plätze zwei und drei und sicherte sich damit eine Siegprämie von 18.000 US$ sowie 800 WM-Punkte. Als bester Deutscher belegte Steffen Justus Rang Vier.

Der Bautzener Maik Petzold wurde Sechster, Jan Frodeno kam als Zehnter noch unter die Top Ten. Christian Prochnow, der in einer Führungsgruppe auf der Radstrecke immer wieder für Tempo gesorgt hatte und so die Hoffnungen auf einen deutschen Podestplatz lange genährt hatte, brach im Laufen konditionell ein. Der Potsdamer wurde am Ende 14ter, nachdem er zuvor mit spitzbübischen Gesten und kämpferischem Einsatz die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen ermuntert hatte.

TRIDen Bad Saulgauer Daniel Unger ereilte bereits in der ersten Radrunde ein Hinterraddefekt. Bis zum Radwechsel verlor er wertvolle Zeit sowie den Anschluss an das Hauptfeld. Immerhin bewies er große Moral, indem er das Rennen komplett auf sich alleine gestellt zu Ende fuhr beziehungsweise lief.

Stimmen zum Rennverlauf

Jarrod Shoemaker: „Es war das Rennen meines Lebens – ein unglaubliches Gefühl, hier vor so vielen Menschen zu laufen und dabei derartige Wellen der Sympathie zu spüren. Ich bin förmlich zum Sieg gepusht worden.“
Steffen Justus: „Ich war hoch motiviert, und eigentlich lief das Rennen perfekt. Ein vierter Platz gilt landläufig zwar als unglücklich, doch ich habe diesen gewonnen und nicht einen dritten verloren – ich bin sehr zufrieden.“

Maik Petzold: „Ich hatte mit einem Podiumsplatz geliebäugelt, allerdings lief es nach dem Schwimmen nicht mehr ganz so optimal. Im Laufen wurden meine Beine zunehmend schlechter. Entsprechend kann ich mit dem Rennen nicht ganz zufrieden sein. Andererseits tröstet jetzt die Übernahme der WM-Führung.“

Christian Prochnow: „Ich habe alles versucht und den Sprung nach vorne gewagt – schade, dass es nicht ganz gereicht hat, wenngleich das Publikum noch überwältigender als im Vorjahr war und mich unglaublich unterstützt hat.“

Ein positives Veranstaltungsfazit zog Frank Bertling, Geschäftsführer des Veranstalters Upsolut: „Wir haben ein tolles Triathlonwochenende erlebt, das alles zu bieten hatte. Selbst beim Regen sind die Zuschauer bis zum Schluss geblieben. Knapp 8.000 Aktive und 300.000 Zuschauer über das Wochenende hinweg sprechen eine deutliche Sprache.

Nicht zuletzt auch dadurch wird der Triathlon in Hamburg einmal mehr seiner Vorbildrolle für die Dextro Energy Triathlon ITU World Championship Serie gerecht.“
Nähere Informationen sowie Ergebnisse unter: www.hamburg-triathlon.org sowie www.triathlon.org

F.: Anja Dittmer aus Neubrandenburg wurde im Frauen-Wettbewerb Siebente. mm


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