Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Gute Talente und herausragende Spitzen-Sportler

Der Radsport hat in M-V eine gute Heimat …

Die Bahnrad-WM Ende März rückt näher. Zuvor fand jedoch der letzte Weltcup der Saison in Manchester statt. Wie bewertet nun der Präsident des Radsportverbandes M-V, Uwe Meinke, das radsportliche Geschehen?

Uwe Meinke über die kommende Bahnradsport-WM in Apeldoorn, die Erfolgsaussichten von Stefan Nimke sowie Miriam Welte, die radsportliche Nachwuchsförderung in M-V und den 80. Geburtstag von Täve Schur

„Wir sind auf einem guten Wege!“

Frage: Beim Weltcup in Manchester wurde Stefan Nimke im Teamsprint Zweiter, Miriam Welte – wie Stefan Mitglied des Track Cycling Teams M-V – Fünfte. Wie bewerten Sie das Abschneiden von Stefan und den anderen deutschen Teilnehmern in Manchester?

Uwe Meinke: Die Bilanz ist insgesamt schon als gut zu beurteilen. Der zweite Platz von den Teamsprintern mit Stefan zeigt, dass er gut gerüstet für die WM in den Niederlanden ist. Er hat ja den Weltcup aus dem intensiven Training heraus bestritten, war ja vorher deshalb etwas angeschlagen, aber bewies, dass er in ausgezeichneter Form ist. Er sollte mit den seinen Mitstreitern im Teamsprint bei den Welt-Titelkämpfen um Gold und Silber mitfahren können.

Auch Miriam präsentierte sich in einer guten Verfassung. Mit dem Teamsprint hat sie ihre Disziplin gefunden – sie sollte sich auch auf alle Fälle für Olympia 2012 qualifizieren können. Bei den WM kann sie mit Kristin Vogel um die Medaillen mitfahren.

Frage: Was erhoffen Sie sich von den deutschen WM-Teilnehmern in Apeldoorn?

Uwe Meinke: Ich hoffe zunächst noch, dass Tobias Wächter den „Sprung“ in das WM-Team schafft. Nach den Erfolgen im letzten Jahr hatte man eigentlich beim Weltcup in Manchester etwas mehr von ihm erwartet, aber es lief im Sprint nicht optimal. Dennoch wäre es für seine sportliche Entwicklung hilfreich, wenn er zu den Welt-Titelkämpfen in Apeldoorn seine Chance erhielte und internationale Erfahrungen weiter sammeln könnte.

Ansonsten sehe ich gute Medaillen-Chancen für das deutsche Rad-Team insbesondere im Kurzzeitbereich. Im Ausdauer-Bereich sieht es da nicht so günstig aus. Der Bahnvierer wird wohl noch sehr lange Zeit brauchen, um wieder den Anschluß an die Weltelite herzustellen. Nur im Zweier-Mannschaftsfahren oder im Punktefahren könnten sich Chancen auf Edelmetall für die deutschen WM-Teilnehmer ergeben.

Vor allem Stefan und auch Miriam sollten aber ihre realen Medaillen-Chancen haben.

Frage: Wie beurteilen Sie die Nachwuchs-Situation im Radsport in M-V ?

Uwe Meinke: Wir hatten ja seitens des Radsportverbandes M-V Ende Februar unsere Landesdelegiertenkonferenz in Güstrow. Dort konnte ich ein positives Fazit zur Entwicklung im Nachwuchsbereich ziehen. Gerade in den letzten vier Jahren war hier eine positive Entwicklung feststellbar. Wir sind gut aufgestellt. Insbesondere die positive Entwicklung im Schülerbereich gibt Anlass zu Optimismus. Natürlich werden wir nicht ständig so ein Talent wie Stefan Nimke bekommen, bei der Nachwuchs-Sichtung und Nachwuchs-Förderung ist schon ein langer Atem notwendig, aber wir sind auf einem guten Weg.

Das Leistungszentrum Schwerin bietet hervorragende Möglichkeiten. Nicht zuletzt: Wir haben die Vorbilder vor Ort. Stefan und die anderen vom Track Cycling Team M-V trainieren mit den jungen Talenten. So gibt es gemeinsames Training im Kraftraum oder auf der Strasse.

Frage: Radsport-Legende Täve Schur wurde am 23. Februar 80. Was zeichnet aus Ihrer Sicht Täve aus?

Uwe Meinke: Täve ist schon ein Original. Ich habe gerade ein Foto von ihm in der Zeitung gesehen – mit einem alten „Diamant“-Fahrrad. Und es ist ertaunlich, wie fit Täve Schur noch als Achtzigjähriger ist. Sport hält jung – das scheint bei ihm zuzutreffen. Sein Name bleibt eng mit der Friedensfahrt verbunden, auch wenn er seine großen Erfolge auch bei WM und Olympia hatte. Die Anfeuerung der Zuschauer an den damaligen Strecken der Friedensfahrt „Täve, Täve!“ bleiben unvergessen.

Vielen Dank und weiterhin beste radsportliche Erfolge!

Die Fragen stellte Marko Michels.

Informationen zum Radsportverband Mecklenburg-Vorpommern unter: www.radsport-mv.de


Ähnliche Beiträge