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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Grüne rufen auf zum Protest gegen die Atompolitik der Bundesregierung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich gegen die Atompläne der Bundesregierung.

Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet die geplante Laufzeitverlängerung von zehn bis 15 Jahren wahrscheinlich die Wiederinbetriebnahme des Pannenreaktors in Krümmel, direkt an der Landesgrenze sowie weitere Transporte hochradioaktiven Mülls quer durch das Land aus Westdeutschland in das Zwischenlager Lubmin. Außerdem wird die wirtschaftliche Entwicklung im Land dadurch massiv gebremst. „Selbst die Landesregierung erwartet in den kommenden zehn Jahren 15.000 neue Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien. Dies wird sich aber nur umsetzen lassen, wenn die energiepolitischen Rahmenbedingungen erhalten bleiben, wie sie ursprünglich unter Rot-Grün entwickelt worden sind“, erklärt Silke Gajek, Landesvorsitzende der Bündnisgrünen.

„Es ist unerträglich, dass gegen die Sicherheitsinteressen und die deutliche Mehrheit der Menschen die Atomkraft weiter am Laufen gehalten werden soll“, kritisiert Silke Gajek von den Bündnisgrünen. „Die schwarz-gelbe Bundesregierung kann sich offensichtlich nicht aus ihrer Rolle als Handlangerin großer Wirtschaftsunternehmen befreien. Während die erneuerbaren Energien bundesweit Jahr für Jahr 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen haben, blockieren die vier großen Energiekonzerne und die Bundesregierung diese Entwicklung mit der Laufzeitverlängerung der Atomkraft und gleichzeitigen Kürzungen bei der Einspeisevergütung für Solarstrom und Energieeinsparprogrammen. Dem muss sich auch die Landesregierung deutlich entgegenstellen.“

Die Grünen rufen daher gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zu einer großen Anti-Atom-Demo am 18. September dieses Jahres in Berlin auf und organisieren gemeinsame Bahnfahrten aus verschiedenen Städten des Landes nach Berlin, unter anderem aus Schwerin, Wismar, Rostock, Neubrandenburg, Waren und Greifswald. Nähere Informationen unter post@m-v.gruene.de.

Gritta Flau


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