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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

GRÜNE kritisieren Position der SPD pro Gentechnik – contra Verbraucherschutz

Verwunderung über Äußerungen des SPD-Schatten-Landwirtschaftsministers Udo Folgart

Mit Verwunderung haben die Grünen zur Kenntnis genommen, dass sich der Schatten-Landwirtschaftsminister der SPD, Udo Folgart, deutlich für Gentechnik und Massentierhaltung ausspricht. „Er stellt sich damit deutlich gegen die Interessen der Verbraucher“, kritisiert Anne Klatt, Bundestagskandidatin der Grünen in Greifswald. „Die SPD setzt damit ihren Schlingerkurs zur Agro-Gentechnik fort. So spricht sich auch Landwirtschaftsminister Backhaus mal für gentechnikfreie Lebensmittel aus, mal für die Förderung der Gentechnikforschung und mal möchte er die Entscheidung einfach den Landwirten überlassen. Mecklenburg-Vorpommern leidet besonders unter der Agro-Gentechnik. Ein Viertel des gesamten Gentechnik-Anbaus in Deutschland findet in Mecklenburg-Vorpommern statt und gefährdet das Image des Gesundheits- und Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern“, warnen die Grünen.

Bündnis 90/Die Grünen fordern eine klare Absage an die Agro-Gentechnik. „Die Risiken der Auskreuzung von gentechnisch veränderten Eigenschaften sind nicht kalkulierbar. Die Erfahrungen in Nordamerika zeigen, dass sich die Ausbreitung gentechnisch veränderten Pflanzen nicht beherrschen lässt. Zunehmend wird deutlich, dass gentechnisch in die Pflanzen eingebrachte Gifte gegen Insekten anschließend in den Boden und gelangen und auch gegen Nutzinsekten wirken. Gentechnische Veränderungen können zudem Allergien auslösen. Versuche mit Antibiotika-Kartoffeln bergen die Gefahr der schleichenden Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen bei Menschen und Tieren. Mit der Nominierung von Udo Folgert als potentiellem Agrarminister wird die agrarpolitische Richtung des SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier deutlich. Eine nachhaltige Landwirtschaft, die die Bedürfnisse der Verbraucher berücksichtig, wird unter Steinmeier und Folgert wohl kaum eine Rolle spielen. Statt dessen wird Großbetrieben, Massentierhaltung und der Monopolisierung des Saatguthandels Vorschub geleistet“, kritisiert Anne Klatt.


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