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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Grüne fordern Umstellungsprämie zum Ausbau des Öko-Landbaus

Gajek: „Backhaus präsentiert MV als Musterland des Öko-Landbaus, tut aber nichts für diese Entwicklung.“

Vor der Bio-Fach in Nürnberg präsentierte Landwirtschaftsminister Till Backhaus den ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern als Aushängeschild. Dazu sagt Silke Gajek, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen:

„Wenn Minister Backhaus von einem Aushängeschild sprechen will, muss er noch einiges in seinem Zuständigkeitsbereich ändern. Seit Jahren stagniert der Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 9 Prozent Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Um die vom Minister ausgerufene Vorzeigewirkung zu erreichen, muss das Ministerium konsequent für bessere Bedingungen sorgen. Dazu gehört insbesondere die Wiedereinführung der Umstellungsprämie. Diese unterstützt Landwirte in der Umstellungsphase von bis zu drei Jahren, in der sie ihren Betrieb auf ökologischen Anbau umstellen, aber ihre Produkte noch nicht als Bio-Produkte verkaufen können. Wir wollen einen Ausbau des Öko-Landbaus auf 20 Prozent der Fläche bis 2020. Dafür brauchen wir die Umstellungsprämie. Bisher erhalten die Landwirte in M-V rund 450 Mio EUR pro Jahr als pauschale Förderung, unabhängig von der Art der Bewirtschaftung. Demgegenüber stehen nur 15 Mio EUR pro Jahr, welche die Bio-Bauern als zusätzliche Förderung erhalten.

Für den Tourismus und die Landwirtschaft ist die Agro-Gentechnik schädlich. Allein schon die Gentechnik-Versuche bei Rostock schaden dem Image des Landes und sind mit dem Ökolandbau unvereinbar. Aus diesem Grund fordern wir von Till Backhaus eine klare Absage an die Agro-Gentechnik in unserem Land. Bündnis 90/Die Grünen fordern den Minister auf, sich deutlich zu positionieren und die Anbauregeln im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verschärfen, die Kontrollen müssen intensiviert werden und vor allem dürfen die Interessen der Verbraucher nicht weiter ignoriert werden. Zudem ist Landwirtschaftsminister Backhaus weiterhin in der Pflicht, endlich eine klare Linie für ein gentechnikfreies Mecklenburg-Vorpommern vorzugeben und als ersten Schritt die landeseigenen Flächen gentechnikfrei bewirtschaften zu lassen.“

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesgeschäftsstelle M-V


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